Kampf gegen Fachkräftemangel

Neue MTRA-Schule im Märkischen Kreis

MTRA sind derzeit Mangelware. Vor allem im ländlichen Bereich können aktuell bis zu 40 Prozent der Vollzeitstellen nicht ausreichend besetzt werden. Um daher aktiv gegen den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen vorzugehen und auf die eigene Nachwuchsgewinnung zu setzen, gründen die Märkischen Kliniken nun ihre eigene MTRA-Schule.

neue MTRA-Schule der Märkischen Kliniken

Stellen die neue MTRA-Schule der Märkischen Kliniken vor: Dr. Thorsten Kehe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Märkischen Kliniken (v.li.), Sarah Lückemann, Leitende MTRA der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Klinikum Lüdenscheid und Tina Hartmann, Leiterin der MTRA-Schule der Märkischen Kliniken | Lara Stockschläder

Mit der neuen MTRA-Schule soll sich die Situation im Märkischen Kreis und Hochsauerlandkreis verbessern. „Mit der MTRA-Schule etablieren wir in unserer Region die erste Ausbildungsstätte für den anspruchsvollen und vielseitigen Beruf des Medizinisch-technischen Radiologieassistenten“, erklärt Dr. Thorsten Kehe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Märkischen Kliniken. Starten soll das Angebot voraussichtlich ab August 2020. Voraussetzung für die 3-jährige Ausbildung, die aus einem schulischen Ausbildungsteil in Lüdenscheid und einem praktischen Ausbildungsteil am Klinikum Lüdenscheid oder bei einem der Kooperationspartner der Märkischen Kliniken besteht, ist mindestens ein guter Realschulabschluss - besonders in den naturwissenschaftlichen Fächern - sowie die Vollendung des 18. Lebensjahres im Aufnahmejahr und eine entsprechende Motivation für den Beruf.

Bisher Anpassungslehrgänge für ausländische MTRA

„Medizinisch-technische Radiologieassistenten arbeiten an der Schnittstelle zwischen Technik, Arzt und Patient und sind vor allem für eines verantwortlich: die richtige Diagnose“, erläutert Tina Hartmann, die Leiterin der neuen MTRA-Schule der Märkischen Kliniken. „Der Arbeitsalltag ist geprägt vom Umgang mit modernsten medizinischen Geräten und gleichzeitig der engen Betreuung von Patientinnen und Patienten bei Untersuchungen und Therapien“, betont Hartmann. Seit Anfang August 2019 bietet die MTRA-Schule der Märkischen Kliniken bereits Anpassungslehrgänge für ausländische MTRA an. Diese richten sich an Personen, die im Ausland schon eine Ausbildung in der Radiologie absolviert haben und nun zur Anerkennung der Ausbildung in Deutschland noch zusätzliche Inhalte aus den Bereichen Strahlentherapie, Nuklearmedizin oder Strahlenschutz, nachholen müssen. Aktuell befinden sich 30 Personen im Lehrgang und absolvieren ihre individuell festgelegten Lehrgangsmodule. Die Theoriemodule finden an den Wochenenden statt. An den anderen Tagen absolvieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschiedene Praktika, um schnell in alle Aspekte des Berufes eingearbeitet zu werden und nebenbei ihre sprachlichen Fähigkeiten zu verbessern.

Verschärfung des Fachkräftemangels in den MTA-Berufen

Der Fachkräftemangel in den MTA-Berufen hat in den letzten Jahren spürbar zugenommen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) im Auftrag des Dachverbandes für Technologen/-innen und Analytiker/-innen in der Medizin Deutschland (DVTA).

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Einstieg jederzeit möglich

Nach erfolgreichem Abschluss des Lehrganges, der je nach Vorgaben der Behörde zwischen drei und zwölf Monaten dauert, erhalten alle Teilnehmer die Berufserlaubnis und sind bereits in den Arbeitsmarkt integriert. Ein Einstieg ist jederzeit möglich, sobald ein Gleichwertigkeitsbescheid der zuständigen Behörde sowie eine Kostenübernahmeerklärung des Jobcenters oder eines Arbeitgebers vorliegen.

Hintergrund:

Die Märkische Kliniken GmbH ist ein kommunaler Krankenhausverbund in privater Rechtsform mit Sitz in Lüdenscheid. Sie wurde 1974 gegründet und war damals eine der ersten Krankenhaus-GmbHs in Deutschland. Träger des Unternehmens ist der Märkische Kreis. Zur Gesellschaft gehören neben dem Klinikum Lüdenscheid als Haus der Maximalversorgung zwei weitere Krankenhäuser der Grundversorgung - die Stadtklinik Werdohl sowie das Marienhospital Letmathe. Die drei Häuser zusammen versorgten 2018 circa 44.000 Patienten stationär und rund 100.000 ambulant.

Weitere Informationen gibt es hier: youtu.be/0Z68hno7DxM

 

Quelle: Märkische Kliniken