Technik – Analyse – Diagnostik

MTLA und Pathologen im Team

MTLA, die im Bereich der Pathologie arbeiten, müssen alle Arbeitsabläufe fachlich kompetent mit hoher Präzision und Zuverlässigkeit erledigen.

Morphologie-Histologie-Tage

Morphologie-Histologie-Tage | © Bundesverband Deutscher Pathologen e.V., Fotograf: Dirk Hasskarl, Berlin

Dazu gehören nicht nur die den MTLA vorbehaltenen typischen Tätigkeiten, wie das Ausgießen und Schneiden der Präparate, sondern in erheblichem und ständig zunehmendem Umfang Tätigkeiten, wie Überwachung von Geräten und Chemikalien, Dokumentation, Qualitätsmanagement, um in kürzester Zeit ein qualitativ gutes Ergebnis zu erlangen, das den Pathologen die Stellung der Diagnose ermöglicht.

Personalisierte Medizin, Tumorgenetik, Liquid Biopsy, Tumorboards und Genexpressionsdiagnostik – das sind nur einige Stichworte, die zeigen, wie rasch derzeit die Möglichkeiten der Diagnostik in der Pathologie ausgeweitet werden.

Die technische Entwicklung in der Pathologie ermöglicht zwar schnellere Arbeitsabläufe, unabdingbar sind jedoch weiterhin das Fachwissen und die Fertigkeiten der MTLA, Pathologen und Naturwissenschaftler, ohne die die gebotene Qualitätssicherung und Plausibilitätskontrolle für die richtige Diagnose zur Gewährleistung des Patientenschutzes nicht möglich ist. Dafür bedarf es nicht nur einer engen Zusammenarbeit der MTLA und der Pathologen, sondern insbesondere eine kontinuierliche Weiterqualifikation, um stets auf dem aktuellen Stand von Medizin und Medizintechnik zu sein.

Die Zukunft ist morpho-molekular

Gemeinsam sich weiterzubilden und voneinander zu lernen, sind Anforderungen, die in der zunehmenden Digitalisierung und der Erweiterung der Methoden und Analysemöglichkeiten, wie der molekularen Pathologie und Bereiche der Immunhistochemie, für MTLA wie Pathologen wichtig sind. In den vergangenen vier Jahren haben der DVTA und der Bundesverband Deutscher Pathologen, vertreten durch die Akademie für Fortbildung in der Morphologie, bei den Pathologietagen ein gemeinsames Kongressprogramm in Berlin angeboten. Die Struktur dieses Programms war so gewählt, dass die Fortbildungsveranstaltungen sowohl für MTLA, als auch für Ärzte in Weiterbildung gut geeignet waren. Die Themen waren vielfältig und alle wesentlichen Krebserkrankungen wurden umfangreich in Klinik sowie Pathologie dargestellt, wobei immer auch die technischen Fragestellungen hinreichend zur Sprache kamen und zunehmend auch Basiselemente der Histologie ihren Platz fanden.

Ziel der Zusammenarbeit des DVTA e.V. und des Berufsverbandes der Pathologen wie auch des gemeinsamen Kongresses „Pathologietage“ ist es daher, durch zukünftig zertifizierte gemeinsame Fortbildungen und den interprofessionellen Austausch sich gemeinsam fit für die Zukunft zu machen! Wir haben deshalb gemeinsam geplant, diese Veranstaltungen zu intensivieren. Dabei sollen neben den Basiselementen der Histologie gerade im Bereich Qualitätsmanagement und Molekularpathologie Blockveranstaltungen angeboten werden, die auch eine weitere Qualifizierung für das Berufsbild einer MTLA ermöglichen und über die Veranstaltungen mit Vorlesungscharakter weit hinausgehen werden. Das Credo von Bundesverband Deutscher Pathologen und DVTA für unsere gemeinsame Zukunft lautet: Die Zukunft ist morpho-molekular.

Christiane Maschek, Vizepräsidentin DVTA

Prof. Dr. med. Karl-Friedrich Bürrig, Präsident Bundesverband Deutscher Pathologen

In einer der nächsten Ausgaben der MTA Dialog wird PD Dr. med. Marcus Kremer, Vorsitzender des Vorstandes der Akademie für Fortbildung in der Morphologie, die Akademie vorstellen.

 

Entnommen aus MTA Dialog 02/2017