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Moderne Spezialklinik für kleine und große Patienten

Kinderklinik Leipzig
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Kinderklinik Leipzig
Innenansicht des Gebäudes der Frauen- und Kindermedizin am Universitätsklinikum Leipzig. Stefan Straube/UKL
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Vor 125 Jahren, am 6. Dezember 1891, wurde die Kinderklinik Leipzig als Vorgängerin der heutigen UKL-Kinderklinik eröffnet. Die damals größte pädiatrische Klinik Deutschlands wurde im folgenden Jahrhundert zu einem Zentrum moderner Kindermedizin – und ist dies heute mehr denn je.  

„Bei ihrer Eröffnung 1891 war die Leipziger Kinderklinik die größte in Deutschland, und wenn der Geburtenboom so anhält, nähern wir uns diesem Status vermutlich bald wieder an“, sagte Wieland Kiess, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am UKL und damit Nachlasserhalter mehrerer Generationen von Klinikdirektoren, beginnend mit dem Gründer Otto Heubner.

Von hier gingen über Jahrzehnte wichtige Impulse aus wie eine Petition für die Gründung von Lehrstühlen für Kinderheilkunde an deutschen Universitäten oder 1954 die Einrichtung eines Frühgeborenenhauses für die spezielle Versorgung zu früh geborener Kinder. Auch die dunklen Seiten deutscher Geschichte machten nicht halt vor den Kliniktüren. Mit Werner Catel war ein Befürworter und aktiver Unterstützer der verbrecherischen Kindereuthanasie in der Nazizeit pädiatrischer Ordinarius in Leipzig.

Mehr Wertschätzung der Pädiatrie


„Auch dieses Erbe verpflichtet uns – zu besonderer Wachsamkeit gegenüber allen Versuchen einer Aushöhlung ethischer Grundlagen unserer Medizin“, so Kiess. Der 58-Jährige ist seit 19 Jahren Direktor der UKL-Kinderklinik. In dieser Zeit zog die Pädiatrie zusammen mit der Frauenklinik und Neonatologie in den modernen Neubau an der Liebigstraße. Neun Jahre später wird wieder für die Kinder gebaut – neben dem heutigen Gebäude entsteht derzeit ein weiteres Klinikzentrum mit Erweiterungsflächen für die Ambulanzen der Kindermedizin.

„Wir freuen uns sehr über diese Wertschätzung eines Fachs, dass lange Zeit mit Blick auf den demografischen Wandel als künftig eher weniger wichtig angesehen wurde“, sagt Pädiater Wieland Kiess. Der derzeitige Geburtenboom mit jährlich steigenden Zahlen lässt eher mehr als weniger Patienten erwarten. Zumal diese in den Spezialambulanzen oftmals über die Pubertät hinaus betreut werden. Mit 55 Betten allein in der Pädiatrie und mehr als 30 pädiatrischen Spezialsprechstunden in verschiedenen Kliniken ist die UKL-Kindermedizin für ihre Aufgaben gut gerüstet, zumal die Kliniken mit jährlich mehr als 56.000 stationären und ambulanten kleinen Patienten zentrale Anlaufstelle für viele Leipziger Eltern ist.

Hintergrund - Kindermedizin am Universitätsklinikum Leipzig

Die Kindermedizin am Universitätsklinikum Leipzig umfasst neben der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin mit den Abteilungen Neonatologie und Kinderonkologie auch die Kliniken für Kinderchirurgie und Kinder- und Jugendpsychiatrie, die Bereiche Kinderorthopädie, Kinderneurochirurgie und Kinderzahnheilkunde sowie die Versorgung von Kindern in der Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie. Damit sind zehn spezialisierte Bereiche an der Versorgung von Kindern und Jugendlichen beteiligt und verfügen dazu über mehr als 150 Kinderbetten. Jährlich werden circa 6.400 Kinder und Jugendliche stationär versorgt, mehr als 50.000 kommen in die Ambulanzen und Sprechstunden.

Quelle: idw/UKL, 08.12.2016

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