Studie

Mit Optimierung der Immunreaktion neurodegenerative Erkrankungen bekämpfen?

Eine neue Studie zeigt, dass Zebrafische Aufschluss über Alzheimer geben könnten. Er ist bekannt für seine Fähigkeit, neuronale Schäden durch die Wiederherstellung verlorener Zellen zu bekämpfen.

Zebrafisch

Zebrafisch | Azul, Wikipedia

Patienten, die unter Alzheimer oder anderen neurodegenerativen Erkrankungen leiden, verlieren progressiv Nervenzellen ohne neue Neuronen produzieren zu können. Die Optimierung der Immunreaktion könnte dem menschlichen Gehirn helfen, diese Erkrankungen besser zu bewältigen und sich zu regenerieren. Die Forschungsgruppe unter der Leitung von Caghan Kizil am DZNE in Dresden hat diese Ergebnisse präsentiert. Ihre Schlussfolgerungen basieren auf Studien beim Zebrafisch, der bekannt ist für seine Fähigkeit, neuronale Schäden durch die Wiederherstellung verlorener Zellen zu bekämpfen.

Zebrafisch-Fähigkeiten auch beim Menschen?

Zebrafisch und Mensch sind offensichtlich erst einmal sehr unterschiedliche Spezies. Dennoch besitzen sie eine ähnliche evolutionäre Vergangenheit, die sich in Ähnlichkeiten auf zellularer und molekularer Ebene ausdrückt. „Die bei Zebrafischen erkennbaren regenerativen Fähigkeiten könnten auch inaktiv beim Menschen vorhanden sein und irgendwie aktiviert werden, wenn man den richtigen Schalter findet“, erklärt Dr. Kizil. „Aus diesem Grund untersuchen wir, ob und wie Zebrafische Neurodegeneration bekämpfen können. Wir möchten die grundlegenden molekularen Mechanismen einer solchen regenerativen Fähigkeit verstehen, um bessere klinische Therapien entwickeln zu können.“

Alzheimer

Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) haben eine neue Methode zur Diagnose der Alzheimer-Demenz entwickelt. In einer Pilotstudie konnten Alzheimer-typische Gewebeveränderungen in einem bestimmten Teil des Gehirns sichtbar gemacht machen.

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Erkrankung induziert

Der Dresdner Neurowissenschaftler und seine Kollegen simulierten in der aktuellen Studie erfolgreich die Symptome der Alzheimer-Krankheit im Gehirn des Zebrafisches. Die Erkrankung wurde durch Amyloid-Beta42 (Aβ42)-Peptid – einer der Haupteinflussfaktoren der Krankheit im menschlichen Gehirn – ausgelöst. Genau wie im menschlichen Gehirn sammelten sich die Amyloid-Moleküle in den Neuronen des Zebrafisches an und lösten eine Immunreaktion, synaptische Degeneration und das Absterben der Nervenzellen sowie andere Funktionsstörungen aus. „Es ist uns erstmals gelungen, diese Erkrankung durch Aβ42-Ablagerungen bei einem ausgewachsenen Zebrafisch zu induzieren“, sagt Dr. Kizil.