Rezensionen

Long COVID – zwei konform aktuelle Monografien

Rezension
Hardy-Thorsten Panknin
Rezension.jpg
ZS, C.H. Beck
Newsletter­anmeldung

Bleiben Sie auf dem Laufenden. Der MTA-Dialog-Newsletter informiert Sie jede Woche kostenfrei über die wichtigsten Branchen-News, aktuelle Themen und die neusten Stellenangebote..


Bis April 2022 gab es weltweit mehr als 500 Millionen bestätigte SARS-CoV-2-Virus-Infektionen. Die Sterblichkeitsrate von Krankenhauspatienten, die sich mit dem Virus infizierten, war zunächst mit über 20 Prozent in Frankreich, Großbritannien und Deutschland als hoch anzusehen.

Besonders waren davon Patienten betroffen, die eine mechanische Beatmung infolge einer Pneumonie und akutem Atemversagen benötigten; bei ihnen wurde die Letalität auf 50 Prozent beziffert. Über die langfristigen Auswirkungen einer COVID-19-Infektion ist gegenwärtig noch wenig bekannt. Bei Patienten, die nach einer schwerwiegenden Coronainfektion aus dem Krankenhaus entlassen wurden, mehren sich die Hinweise auf ein langes COVID-Syndrom. Dieses Syndrom ist von Müdigkeit, Muskelschwäche, Schlafstörungen und Angst oder Depression gekennzeichnet. Darüber hinaus zeigen Patienten, die einen schweren klinischen Verlauf hatten, reduzierte pulmonale Diffusionskapazitäten und abnormale Lungenveränderungen in der Bildgebung. Für Patienten, die an einem COVID-Syndrom leiden, sind jüngst zwei Monografien erschienen. Die Intension dieser Werke, hier muss aber eher von Patientenratgeber gesprochen werden, ist es, den betroffenen Patienten über die „neue Krankheit“ adäquat zu informieren, und ihnen eine Hilfestellung in der Krankheitsbewältigung zu geben. Das erste Werk: „Long Covid: Die neue Volkskrankheit“ ist von Dr. med. Jördis Frommhold, bekannt als Pulmologin und Chefärztin der MEDIAN Klinik in Heiligendamm, herausgegeben. Sie wurde durch ihre Expertise auf dem Gebiet der Long-COVID-Erkrankungen deutschlandweit bekannt und ist wegen ihrer Kompetenz in Funk und Fernsehen eine geschätzte Gesprächspartnerin. Die zweite Monografie: „Long Covid – Wege zu neuer Stärke: Symptome, Behandlungswege, Hilfe zur Selbsthilfe“, ist von Dr. med. Claudia Ellert, Fachärztin für Chirurgie und Gefäßchirurgie, erschienen. Dr. Ellert erkrankte im Jahre 2020 selbst an COVID-19 und erlebte nach ihrer „Genesung“, dass sie ihren bisherigen beruflichen Anforderungen nicht mehr gewachsen ist. Seither setzt sie sich mit ihrer eigenen Long-COVID-Symptomatik auseinander, entwickelt Reha-Programme und klärt mit anderen Ärzten über Long COVID auf. Beide Bücher sind konform. Sie thematisieren die Post-COVID-Folgen nach einer lebensbedrohlichen COVID-19-Virusinfektion mit dem SARS-CoV-2-Virus. Die Versorgungsstrukturen und ihre Grenzen bei Long COVID werden besonders thematisiert. Beide Herausgeber möchten mit ihren Werken die Wissenslücke füllen, die aktuell durch die fehlende medizinische Expertise besteht. Zusammenfassend: Beide Ratgeber können Patienten, die an einem Long-COVID-Syndrom erkrankt sind, uneingeschränkt empfohlen werden. Darüber hinaus kann auch das gesamte medizinische Behandlungsteam, das diese Patienten intensiv betreut, von beiden Werken im klinischen Alltag profitieren. In den beiden Monografien ist der gegenwärtige Wissensstand über das Long-COVID-Syndrom, welches über 200 Symptome betrifft, berücksichtigt. 

Long Covid – Wege zu neuer Stärke: Symptome, Behandlungswege, Hilfe zur Selbsthilfe
Von: Dr. Claudia Ellert, ZS – ein Verlag der Edel Verlagsgruppe, 2022, ISBN: 978–3965842618, Preis: 24,99 Euro

Long Covid: Die neue Volkskrankheit
Von: Jördis Frommhold und Peter Palm, C.H.Beck, 2022, ISBN: 978–3406783562, Preis: 14,95 Euro

Entnommen aus MTA Dialog 11/2022

Artikel teilen

Online-Angebot der MTA Dialog

Um das Online-Angebot der MTA Dialog uneingeschränkt nutzen zu können, müssen Sie sich einmalig mit Ihrer DVTA-Mitglieds- oder MTA Dialog-Abonnentennummer registrieren.

Stellen- und Rubrikenmarkt

Möchten Sie eine Anzeige auf der MTA Dialog schalten?

Stellenmarkt
Rubrikenmarkt
Industrieanzeige