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Long-COVID-Syndrom

Klinische Symptome und wegweisende Labormarker
Hardy-Thorsten Panknin, Matthias Trautmann
Titelbild zum Fachbeitrag im Rahmen des Schwerpunktthemas zum Long-COVID-Syndrom
© Dzmitry, stock.adobe.com
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Hintergrund: Die weltweite COVID-19-Pandemie hat neben einer Vielzahl von schweren Erkrankungen und Todesfällen auch eine größere Zahl von Langzeitschäden hinterlassen. Diese Langzeitfolgen traten bei Patienten auf, die die akute Phase der Infektion zunächst überwunden hatten. Betroffene klagten noch Monate oder inzwischen sogar Jahre nach der akuten COVID-19-Infektion über Leistungsschwäche, lang anhaltende Erschöpfung nach physischer Anstrengung, Gedächtnisschwäche, Konzentrationsstörungen oder Luftnot bei kleinen Belastungen.

Auch schwerwiegende, das Alltags- und Sozialleben belastende depressive Verstimmungen traten auf. Die Symptome dieses Long-COVID- oder Post-COVID-Syndroms sind allerdings unspezifisch. Sie sind daher nur schwer von anderen Formen der Depression oder von einem chronischen Müdigkeitssyndrom (chronic fatigue syndrome, CFS) zu unterscheiden. Das CFS ist eine seit Langem bekannte Erkrankung, für die verschiedene Viren wie beispielsweise das Epstein-Barr-Virus (EBV) oder Enteroviren als Ursache angeschuldigt werden. Hinweise auf derartige Infektionen werden jedoch nur bei einem kleineren Teil der Betroffenen gefunden. Die Erkrankung führt viele Betroffene von Arzt zu Arzt. Diagnosefindung und Therapie bleiben unbefriedigend.

Was zeichnet das Long-COVID-Syndrom aus?

Für die medizinische Wissenschaft stellt sich daher die Frage, ob es objektive Parameter gibt, die es erlauben, das Post-COVID- oder Long-COVID-Syndrom von anderen Formen des CFS abzugrenzen.

In einer kürzlich publizierten Studie aus den Niederlanden wurde versucht, in einer großen Kohorte von Normalpersonen, deren Gesundheitsdaten mit ihrer Zustimmung seit längerer Zeit aufgezeichnet wurden, typische Post-COVID-19-Symptome zu identifizieren. Die COVID-19-Pandemie selbst hat aufgrund der sozialen Einschränkungen, der wirtschaftlichen Schäden und der eingeschränkten Bewegungsfreiheit bei vielen Menschen Depressionen, Aktivitätsverluste und Vereinsamungsgefühle zur Folge gehabt. Eine Abgrenzung gegenüber einem echten, als Krankheitszustand zu bewertenden Long-COVID-Syndrom kann daher schwierig sein. Die niederländische Studie ist die erste, die außer den Betroffenen auch Personen ohne COVID-19-Infektion bezüglich subjektiv wahrgenommener Spätfolgen zeitlich parallel untersuchte. Dadurch wurde ein statistischer Vergleich der berichteten Symptome möglich [1].

Eine korrespondierende Untersuchung zur Frage der Bedeutung von Labormarkern zur Abgrenzung des Long-COVID-Syndroms wurde kürzlich in der Berliner Charité durchgeführt [2]. Beide Studien werden nachfolgend vorgestellt.

 

Entnommen aus MTA Dialog 11/2022

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