Veranstaltung

„Leipziger Allerlei“ mit spannenden Vorträgen

Bereits zum vierten Mal fand am 8.2.2014 die Fortbildungsveranstaltung „.Leipziger Allerlei“. für MTRA im Universitätsklinikum Leipzig statt. Veranstalter waren die VMTB in der Deutschen Röntgengesellschaft in Zusammenarbeit mit dem DVTA.

Universitätsklinikum Leipzig

Universitätsklinikum Leipzig | Stefan Straube / Universitätsklinikum Leipzig

Wieder einmal gelang es den Organisatoren, einen bunten Strauß an verschiedenen Themen zusammenzustellen, die dem Namen „Allerlei“ alle Ehre machten. Pünktlich um 9 Uhr ging es am Samstagvormittag im gut besuchten Hörsaal der Chirurgie los. Nach einer kurzen Begrüßung durch Claudia Mundry und Birgit Lenz startete Professor Dietrich Pfeiffer (Uniklinik Leipzig) mit einem kurzweiligen Vortrag zum Thema „Koronarangiographie – ein Überblick“. Der mit allerlei Anekdoten gespickte Vortrag begann mit einem ausführlichen historischen Rückblick auf die Anfänge. So ging er bspw. auf das erste EKG von Willem Einthoven ein. Sein Fazit lautete: Die Koronarangio sei weiterhin unersetzbar und der Goldstandard der anatomischen Koronarbeurteilung. Sie sei letztlich die Voraussetzung für jede endovaskuläre und chirurgische Koronartherapie.

Dr. Matthias Grothoff (Herzzentrum Leipzig) brach dagegen mit seinem fachlich anspruchsvollen Vortrag zu CT und MRT eine Lanze für die beiden Verfahren. Er wehrte sich jedoch gegen den provokanten Titel „CT vs. MRT“. Statt dessen konzentrierte er sich bei seiner bildhaften Darstellung auf die jeweiligen Vorzüge und Nachteile. Er zeigte auf, wie wichtig es ist, jeweils die geeigneten Patienten auszuwählen.

Im dritten Vortrag im Bereich Herzbildgebung führte Frau A. Bresch (Leipzig) die Vorteile der Myokardszintigraphie auf. Um auch die MTRA-Rolle in diesem Segment einzubringen, ergänzte Thorsten Böhm den Vortrag mit einer Darstellung des Ablaufes in der Myokardszintigraphie aus MTRA-Sicht. Durch seine plastische Schilderung hatte Böhm zahlreiche Lacher auf seiner Seite.

Gut gefüllter Hörsaal
Gut gefüllter Hörsaal | L. Zahn

Nach einer kurzen Pause brachten Tim Wallenhorst und Petra Theessen von Bayer dem Auditorium in einem lebendigen Vortrag das Thema MRT in all seinen Facetten näher. Mit kleinen Tests zum aktiven Mitmachen wurde die Veranstaltung aufgelockert.

Nach der Mittagspause konnten dann die Hygienefachkraft Heike Hannemann (Uniklinik Leipzig) und der Fachkrankenpfleger Stefan Wythe (Klinikum Freising) den Programmteil Hygiene vertiefen. Während sich Frau Hannemann auf das Thema Desinfektion und Keime mit dem provokanten Titel „Keime – macht das Krankenhaus krank?“ konzentrierte, stellte Wythe einige Krankheiten vor, die teilweise wieder auf dem Vormarsch sind wie z. B. die Kinderlähmung.

Nach einer wiederum kurzen Pause konnte danach Prof. Thomas Herrmann (Dresden) aus seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz zum Thema „Bildgebung in der Strahlentherapie“ schöpfen. Über 40 Jahre hat er teils drastisches Bildmaterial zu den frühen Reaktionen und späten Folgen in der Strahlentherapie gesammelt. Vor allem die Bilder zu den Nekrosen sorgten für nachdenkliche Gesichter im Auditorium. Ein eher unerfreuliches und teils schockierendes Thema behandelte der Vortrag von Dr. Gabriele Hahn (Dresden) zum Thema „Kindesmisshandlung aus rechtsmedizinischer und kinderradiologischer Sicht“. Hahn monierte die teils zu beobachtenden Mängel in den Bildern, die allerdings gerichtsfest sein müssten. Eine besondere Verantwortung hätten deshalb die MTRA. Die interessante Veranstaltung endete mit einem TED-Quiz zu verschiedenen Röntgenbildern, das Frau A. Jocher (Freising) zusammen mit Frau Mundry organisiert hatte.

Entnommen aus MTA Dialog 3/2014