Aus der Industrie

Laborgestützter Bluttest auf Hirntraumata

Abbott
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CE-Kennzeichnung für einen Labortest auf Schädel-Hirn-Traumata (SHT)
© peterschreiber.media, stock.adobe.com
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Abbott hatte die CE-Kennzeichnung für einen Labortest auf Schädel-Hirn-Traumata (SHT) erhalten. Er soll Klinikpersonal helfen, Personen mit Verdacht auf ein leichtes SHT zu beurteilen. Der Test wird mit dem Alinity™ -i-Laborgerät von Abbott durchgeführt, das innerhalb von 18 Minuten ein Ergebnis liefern soll.

Der neue Test misst spezifische Proteine, die nach einem SHT im Blut vorhanden sind. Der Bluttest könne helfen, die Notwendigkeit einer Kopf-CT auszuschließen, wodurch sich die Kosten und die Zeit in der Notaufnahme verringern können. Abbott hat vor Kurzem auch die CE-Kennzeichnung für seinen schnellen, tragbaren i-STAT-TBI-Plasmatest erhalten, was die Zukunftsvision des Unternehmens hinsichtlich eines schnellen Point-of-Care-Tests unterstützt, der auch außerhalb des traditionellen medizinischen Umfelds eingesetzt werden könnte. Dazu zählen zum Beispiel Sportveranstaltungen. Der Alinity™ -i-TBI-Test misst zwei komplementäre Biomarker in Blutplasma und Serum – Ubiquitin-Carboxyl Terminal-Hydrolase L1 (UCH-L1) und Saures Gliafaserprotein (Glial Fibrillary Acidic Protein, GFAP). Erhöhte Konzentrationen beider Proteine seien eng mit einer Hirnverletzung korreliert. Der Test soll Ergebnisse mit einer Sensitivität von 96,7 Prozent und einem negativen Vorhersagewert von 99,4 Prozent liefern. Der Test dient zur Beurteilung von Patienten ab 18 Jahren, die innerhalb von zwölf Stunden nach der Verletzung mit Verdacht auf ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma (Glasgow Coma Scale Score 13–15) vorstellig werden, um die Notwendigkeit einer Computertomografie (CT) des Kopfes zu ermitteln. Univ. Prof. Dr. med. Peter Biberthaler, Facharzt für Chirurgie, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München betont: „Zunächst erfolgt immer eine klinisch-neurologische Untersuchung der Patienten und Patientinnen. Dazu gehört, die Schwere der Verletzung nach der bekannten Glasgow Coma Scale einzuschätzen. Andere klinische Faktoren sind zum Beispiel Übelkeit, Erbrechen, Erinnerungslücken und so weiter. Anhand der Befunde wird entschieden, ob eine Computertomografie erforderlich ist oder nicht. Das Problem bei diesen klassischen Risikofaktoren ist allerdings, dass sie sehr unspezifisch sind. An einem Beispiel: Bei Patienten in den Notaufnahmen ist oft Alkohol im Spiel, da ist dieser unter Umständen die Ursache für Übelkeit und nicht eine intrakranielle Blutung.“ Zeige der Abbott-Test ein negatives Ergebnis, könne eine potenzielle intrakranielle Pathologie mit sehr hoher Sicherheit ausgeschlossen werden. Damit werde dann auch eine CT des Kopfes überflüssig, so Biberthaler.

Weitere Informationen unter www.de.abbott

Entnommen aus MTA Dialog 9/2022

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