Gelungener Auftakt

Kongress „MTA next“ in Bochum

Medizinisch-technischen Assistenten/-innen (MTA) stehen viele Karrieremöglichkeiten offen. Dies zeigte sich deutlich auf dem Kongress „MTA next“ des Deutschen Ärzteverlages, der am 8. Juli erstmals in Bochum an der Ruhr-Universität stattfand.

Kongress „MTA next“ in Bochum

DVTA-Stand mit B. König-Nettelmann | Für alle: © Eventfotograf.in (www.eventfotograf.in)

Unterstützt wurde der Kongress vom Dachverband für Technologen/-innen und Analytiker/-innen in der Medizin Deutschland e.V. (DVTA). Eröffnet wurde der Kongress mit Grußworten des Deutschen Ärzteverlags sowie mit einem Impulsvortrag von DVTA-Präsidentin Rebecca Lauterbach. Angesichts der neuen Herausforderungen und Aufgaben, die in den letzten Jahren an die diagnostisch-therapeutischen Berufe gestellt werden, sei es erforderlich, dass die momentane berufsfachschulische Ausbildung der MTA neue Ansätze benötige, um zeitgemäß und zielführend zu sein, sagte Lauterbach. Die Ausbildung und Qualifizierung der angehenden MTLA, MTRA, MTAF und VMTA müsse an die neuen technischen, wissenschaftlichen und sozialen Anforderungen angepasst werden. Dabei müsse auch über die Akademisierung der MTA-Berufe diskutiert werden, um die zukünftigen Fachkräfte auf die erweiterten Anforderungen des Berufsfeldes ausreichend vorzubereiten.

Podiumsdiskussion

Auch im Rahmen einer Podiumsdiskussion am Vormittag wurde kontrovers über das Thema „Ausbildung und Akademisierung – Braucht Erfolg einen Titel?“ gesprochen. Unter der professionellen Moderation von Professor Dr. Marco Kachler diskutierten Rebecca Lauterbach, Diana Gies und Danilo Seyfert. Das Auditorium hatte sich intensiv an der Diskussion beteiligt. Eine weiterführende und vertiefende Qualifikation für die MTA-Berufe könne auch zu einer erhöhten Patientensicherheit beitragen, lautete ein Fazit.

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Nach der Mittagspause startete der Workshop „Lernen lernen“. Dabei gab es die Möglichkeit, sich interaktiv über effektive Lernmethoden zu informieren, die Diplom-Psychologe Jan Schlegtendal in lebendiger Weise vorstellte. Am Nachmittag gab es noch Vorträge zum Thema „MTA als Global player“. Hanne Fleischmann bot den Teilnehmern/-innen spannende Einblicke in die Arbeit mit einer Hilfsorganisation (MSF) beziehungsweise „Arbeit unter einfachen Bedingungen“.

Workshop „Lernen lernen“

Bei dem Karrierekongress hatten die MTA-Auszubildenden die Möglichkeit, sich über ihre Karrieremöglichkeiten zu informieren und im Rahmen der Karrieremesse mit potenziellen Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen. An einem Jobboard wurden aktuelle Stellenausschreibungen der zahlreichen Aussteller und aus der MTA Dialog präsentiert. Es gab darüber hinaus noch die Möglichkeit zu persönlichen Beratungsgesprächen im Rahmen von „Meet the experts“. Auch konnten kostenlos Bewerbungsfotos gemacht werden.

Verbunden war „MTA next“ im Sinne eines interprofessionellen Austauschs mit dem parallel stattfindenden Kongress „Operation Karriere“ des Deutschen Ärzteverlages, an dem Medizinstudierende und junge Ärztinnen und Ärzte teilnahmen.

Das Fazit der rund 70 Teilnehmer/-innen fiel sehr positiv aus: Mit dem Kongress waren über 83 Prozent der Befragten sehr zufrieden oder zufrieden.

 

Entnommen aus MTA Dialog 8/2017