Grußwort

Jens Spahn will die MTA-Ausbildung modernisieren

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gratuliert dem DVTA zum 50. Geburtstag und kündigt an, Eckpunkte als Grundlage für mögliche gesetzliche Änderungen vorzulegen.

Grußwort

Jens Spahn | BMG/Maximilian König

Unser Gesundheitswesen ist eines der besten der Welt. Fünf Millionen Menschen leisten darin täglich Großartiges zum Wohl der Patientinnen und Patienten. Damit die Menschen auch in Zukunft auf diese hochwertige Gesundheitsversorgung vertrauen können, brauchen wir weiterhin in allen Bereichen gut ausgebildete und motivierte Fachkräfte. Das gilt auch für die medizinisch-technischen Assistenzberufe (MTA).

Maschek

DVTA-Präsidentin (L/V) Christiane Maschek erläutert im Interview mit MTA Dialog die Erwartungen des Verbandes an die neue Bundesregierung und speziell an den neuen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

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Ein Schwerpunkt unserer Gesundheitspolitik in dieser Legislaturperiode ist es deshalb, die Ausbildung in den Gesundheitsberufen zu modernisieren – so wie wir es im Koalitionsvertrag vereinbart haben. Das Bundesministerium für Gesundheit entwickelt gegenwärtig zusammen mit den Ländern ein Gesamtkonzept, um die Ausbildungen in den Gesundheitsfachberufen neu zu ordnen und zu stärken.

Dabei geht es auch um Verbesserungen in der Ausbildung in den medizinisch-technischen Assistenzberufen. Ein modernes Berufsbild, ein Zugang zur Ausbildung ohne finanzielle Hürden und gute Perspektiven für eine berufliche Weiterentwicklung sind entscheidend, um mehr junge Menschen für diese Berufszweige mit den unterschiedlichen Fachrichtungen der Laboratoriumsmedizin, Radiologie, Funktionsdiagnostik und Veterinärmedizin zu gewinnen. Auch dadurch können wir dazu beitragen, die Zukunft unserer hochwertigen gesundheitlichen Versorgung zu sichern. Bis Ende dieses Jahres wollen wir Eckpunkte als Grundlage für mögliche gesetzliche Änderungen vorlegen.

Neben Themen wie Ausbildungsvergütung, Anerkennung von beruflichen Abschlüssen und der Frage der Akademisierung werden das Thema Schulgeldfreiheit und damit einhergehende Finanzierungsfragen zur Sprache kommen. Wir werden das aus den 1990er- Jahren stammende MTA-Gesetz sowie die MTA-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung mit in den Blick nehmen.

Informationskampagnen zu den Gesundheitsberufen

Hier ist – genauso wie bei den meisten anderen Gesundheitsfachberufen – eine Modernisierung geboten. Parallel dazu sollen Informationskampagnen zu den Gesundheitsberufen und deren Ausbildungswegen junge Menschen ansprechen und ihr Interesse an einer entsprechenden Ausbildung wecken. Indem wir die Ausbildung stärken und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten schaffen, sorgen wir dafür, dass der Beruf attraktiv bleibt.

Die medizinisch-technischen Assistenzberufe haben eine enorme Bedeutung für die medizinische Versorgung von Patientinnen und Patienten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten einen wesentlichen Beitrag zur Diagnostik, Therapie und Verlaufskontrolle von Erkrankungen. Bei den Überlegungen zur Stärkung und Neuordnung der Ausbildungen der Gesundheitsfachberufe ist uns natürlich auch die Einschätzung des Dachverbands für Technologinnen und Technologen, Analytikerinnen und Analytiker in der Medizin (DVTA e.V.) wichtig.

Der DVTA blickt auf inzwischen 50 Jahre Engagement für die medizinisch-technischen Assistenzberufe zurück. Diese Zahl steht für große Erfahrung und ausgeprägtes Fachwissen. Die Tätigkeit aller Mitwirkenden im Verband dient dem Wohl der Patientinnen und Patienten. Ich gratuliere dem DVTA sehr herzlich zu seinem runden Jubiläum und wünsche allen Teilnehmenden an der Festveranstaltung in Hamburg einen erkenntnisreichen Austausch. Gute Lösungen entstehen aus guten Debatten – ich freue mich darauf, mit Ihnen über die Zukunft der medizinisch-technischen Assistenzberufe im Gespräch zu bleiben.