Dialog

Interview mit Alex Riemer

Alex Riemer arbeitet als freiberuflicher Applikationsspezialist, Trainer und Dozent für Computertomografie und Bildnachverarbeitung. Er sagt: „Jeder kann selbst dazu beitragen, den MTA-Beruf in der Öffentlichkeit bekannter zu machen und auf diese Weise einen großen Beitrag leisten.“

Interview mit Alex Riemer

Alex Riemer | © privat

Seit wann bist Du im DVTA? Was waren damals Deine Beweggründe, in den Verband einzutreten?

Ich war gerade einmal 21 Jahre jung, als ich 1992 meine Ausbildung als MTRA in der MTA-Schule Offenbach erfolgreich abschloss und den großen und bedeutenden Schritt in die Arbeitswelt tat. Für mich war es damals eine Selbstverständlichkeit, dass ich Mitglied im DVTA wurde, auch wenn ich die wahre und große Bedeutung, die der DVTA für unseren Berufsstand hat, zum damaligen Zeitpunkt noch nicht ansatzweise überblickte. Vielmehr war es damals die wunderbare Schulleiterin Frau Herrmann, die mich mit ihrer Begeisterung für den MTA-Beruf und für den DVTA ansteckte.

Hat Dir die DVTA-Mitgliedschaft auch bei der persönlichen beruflichen Entwicklung geholfen und wenn ja, in welcher Weise?

Nach ein paar Jahren, in denen ich mehr und mehr im beruflichen Leben eines MTRA ankam und in dem ich mich stetig weiterentwickelte, nahm ich den DVTA immer intensiver als die Institution wahr, die mir meine berufliche und fachliche Weiterentwicklung ermöglichte. Das Seminarprogramm der Bildungsgesellschaft war schon damals für mich ein Füllhorn an Möglichkeiten, um meine fachliche und persönliche Kompetenz kontinuierlich in den unterschiedlichsten Bereichen zu erweitern. Und so wurde der DVTA für mich das Epizentrum meines beruflichen Wachstums.

Darüber hinaus bin ich auch für die rechtliche Unterstützung des DVTA unendlich dankbar, da ich auf diesem Wege immer unkompliziert eine sehr kompetente rechtliche Beratung erhielt, immer dann, wenn ich sie brauchte. Doch das, was den DVTA wirklich ausmacht, begriff ich erst, als ich tiefen Einblick in die Verbandsarbeit erhielt. Ich bekam die Chance, den DVTA mit meinem Wissen und Ideen aktiv zu unterstützen und wurde Ressortleiter für Fort- und Weiterbildung des DVTA.

Erst da wurde mir klar, wie viele Menschen das Herz des DVTA bilden. Und ich erlebte, wie diese Menschen mit viel Engagement, Energie und Herzblut alles ihnen Menschenmögliche tun, um den Beruf der/des MTA mit all seinen Fachrichtungen, in den verschiedensten Belangen und Bereichen weiterzubringen und nach außen hin zu vertreten. Ich bin heute noch sehr dankbar, einige Jahre ein Teil dieses Teams gewesen zu sein. Mir ist es ein persönliches Anliegen, den Menschen, die das Herz und den Kopf des DVTA bilden, meinen tiefen Dank für all das auszusprechen, was sie kontinuierlich für den Beruf des/der MTA leisten. Vor allem deshalb, weil ein großer Teil der Arbeit für die breite Masse der MTA unsichtbar ist.

All die vielen kleinen Schritte im Bereich der Berufspolitik, die Überzeugungsarbeit und die zahlreichen rechtlichen Belange, die aufgrund der oft starren politischen Strukturen häufig nur sehr mühsam gegangen werden können, bleiben für viele Außenstehende oft unbemerkt. Doch gerade das Durchhaltevermögen und diese Unermüdlichkeit machen heute für mich den DVTA aus.

Warum sollte man Mitglied im Berufsverband DVTA werden oder sein?

Für mich gibt es mehrere Ebenen, warum eine Mitgliedschaft im Berufsverband DVTA sehr sinnvoll ist:

  • Die Bildungsgesellschaft bildet die Basis für eine kontinuierliche Weiterbildung, die gerade in dieser schnelllebigen Zeit eine zentrale Bedeutung hat.
  • Der rechtliche Rückhalt bei Fragen rund um das Thema Recht.
  • Um dem Berufsverband die Kraft zu geben, das wunderbare Berufsbild der/des MTA mit all seinen vielfältigen Facetten in politischen und anderen Bereichen zu vertreten.

Oder anders gesagt, „um dem MTA-Beruf eine Stimme und Energie zu verleihen, die uns alle vertritt“.

Doch noch viel wichtiger finde ich, selbst Verantwortung zu übernehmen. Denn ich bin davon überzeugt, dass, wenn jede MTA und jeder MTA Verantwortung für unseren wundervollen Beruf übernimmt und selber aktiv wird, und sei das persönliche Engagement auch scheinbar noch so klein, dann kann und werden Veränderungen und Weiterentwicklungen Wirklichkeit. Jeder kann selbst dazu beitragen, den MTA-Beruf in der Öffentlichkeit bekannter zu machen und auf diese Weise einen großen Beitrag leisten.

Die Fragen stellte Anke Ohmstede.

 

Entnommen aus MTA Dialog 2/2019