Keine Gesundheitsgefährdung

Implantierte kupferhaltige Verhütungsmittel im MRT

Eine Studie zur Risikobewertung kupferhaltiger Verhütungsmittel während bildgebender Untersuchungen mittels MRT und CT gibt Entwarnung.

Sorgt Spirale für Probleme?

Sorgt Spirale für Probleme? | Fotolia/

Besteht für Frauen, die zur Empfängnisverhütung ein kupferhaltiges implantiertes Intrauterinpessar (ugs.: Spirale) nutzen, ein gesundheitliches Risiko, wenn sie sich im Rahmen der klinischen Diagnostik einer Magnetresonanztomografie (MRT) oder einer Computertomografie (CT) unterziehen müssen? Dieser Frage sind Wissenschaftler der Computerunterstützten Klinischen Medizin an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg nachgegangen.

Lageänderungen oder starke Erwärmung?

Untersuchungen mittels bildgebender Verfahren, die mithilfe eines Magnetfeldes (MRT) oder der Röntgentechnik (CT) die Struktur und Funktion von Geweben und Organen im Körper darstellen können, gehören mittlerweile zur täglichen Routine in der medizinischen Diagnostik.

Bildgebende Verfahren

Ziel dieser Serie ist es, Störstrukturen rechtzeitig zu erkennen und zu beseitigen. Zudem sollen präventive Maßnahmen zur Vermeidung von Störstrukturen erläutert werden.

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Bei der MRT sind Gesundheitsgefährdungen durch Wechselwirkungen des Implantats mit dem Magnet- oder Hochfrequenzfeld in Form von Lageänderungen (Dislokation) oder einer starken Erwärmung der Spirale denkbar. Die Implantate könnten außerdem bei beiden bildgebenden Verfahren, MRT und CT, Artefakte verursachen, die die Bildqualität beeinträchtigen und damit die Befundung erschweren.

Sieben verschiedene Typen untersucht

In ihrer Studie untersuchten die Mannheimer Wissenschaftler sieben verschiedene Typen von kupferhaltigen Intrauterinpessaren hinsichtlich einer möglichen Erwärmung oder Dislokation während der MRT-Bildgebung bei Magnetfeldstärken von 1,5 und 3 Tesla sowie Artefakten bei der Bildgebung mittels MRT und CT. Zum Einsatz kam dabei ein dafür speziell entwickeltes gewebeähnliches Phantom.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass bei der MRT-Untersuchung kein signifikantes Risiko für eine mögliche Schädigung der Patientinnen mit implantierten kupferhaltigen Spiralen besteht, die Untersuchungen also sowohl bei Feldstärken von 1,5 Tesla als auch von 3 Tesla sicher sind. Hingegen ist die Qualität der Bildgebung in der Umgebung der Implantate vor allem bei der CT-Bildgebung beeinträchtigt, was bei der Diagnose entsprechend berücksichtigt werden muss. (idw, red)

 

Literatur:

Wiebke Neumann, Tanja Uhrig, Matthias Malzacher, Verena Kossmann, Lothar R. Schad, Frank G. Zoellner: Risk assessment of copper-containing contraceptives: the impact for women with implanted intrauterine devices during clinical MRI and CT examinations. European Radiology, 2018, DOI: 10.1007/s00330-018-5864-6.