Alkohol- und Tabakprävention

Hundert neue KlarSicht-Koffer

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat heute in der Leibnizschule Wiesbaden sieben von hundert BZgA-KlarSicht-Koffern zur schulischen Suchtprävention an die Hessische Landesstelle für Suchtgefahren überreicht.

Klarsicht-Koffer

Mit einer Rauschbrille, die einen Alkohol-Promillewert simuliert, können Schüler versuchen, einen Hindernis-Parcours zu meistern. | BZgA

Hessen ist das erste Bundesland, das KlarSicht-Koffer erhält. Die restlichen 93 Exemplare der Kofferversion des KlarSicht-Mitmachparcours gehen an die weiteren 15 Bundesländer und werden in Kürze den Koordinatorinnen und Koordinatoren für Suchtprävention unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Der KlarSicht-Koffer soll Schulen in ihrer Alkohol- und Tabakprävention unterstützen. Ermöglicht wird die bundesweit kostenfreie Verteilung der Koffer durch die Förderung des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV) im Rahmen der Präventionskampagne für Jugendliche „Alkohol? Kenn dein Limit.“

„Der KlarSicht-Koffer basiert auf dem großen BZgA-KlarSicht-MitmachParcours, der seit 2004 bundesweit in Schulen zum Einsatz kommt und Jugendliche dazu anregt, sich kritisch mit den Gefahren des Tabak- und Alkoholkonsums auseinanderzusetzen“, erklärt Peter Lang, stellvertretender Leiter der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
 
Der KlarSicht-Koffer wurde zusammen mit den Bundesländern entwickelt, getestet und positiv evaluiert. Er enthält verschiedene Mitmach-Stationen, bei denen sich Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren zum Beispiel in Rollenspielen, in einem Quiz und in Diskussionen zu den Themen Alkohol und Tabak einbringen. Mit einer Rauschbrille, die einen Alkohol-Promillewert simuliert, können sie versuchen, einen Hindernis-Parcours zu meistern.

Fakten zu den Risiken und Wirkungen von Alkohol und Tabak runden das Angebot des KlarSicht-Koffers ab. In einem beigefügten Praxisleitfaden wird das Konzept erläutert, so dass geschulte Lehrkräfte und schulische Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter eigenständig mit dem Koffer arbeiten können.
 

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 06.09.2016