Kunst mit Haut und Haaren

HistoPopArt

Die Medizinisch-technische Assistentin und Künstlerin Anne U. Kerber arbeitet seit mehr als 26 Jahren in der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie am Universitätsklinikum des Saarlandes. Mit ihrem Projekt „Histologische Pop Art Kunst“ hat sie sich auf völlig neue künstlerische Wege begeben und damit großes Aufsehen erregt.

HistoPopArt

Anne Kerber mit ihren Bildern | © Für alle: A. Kerber

Anne U. Kerber gewährt mit der von ihr erschaffenen eigenen Kunstform „HistoPopArt“ tiefe Einblicke in das Innere des Menschen. Unheimlich bunt und herrlich abstrakt – so wirken die Bilder beim ersten Hinsehen. Doch was zunächst wie beliebig angeordnete Farben, Formen und Muster aussieht, offenbart in Wirklichkeit einen tiefen Blick in das Gewebe des Menschen. Für ihre Bilder stellt Kerber fünf Mikrometer dünne Schnittpräparate von gesundem menschlichen Gewebe her und färbt diese ein. Unter dem Mikroskop werden die Präparate anschließend betrachtet, wertvolle Ausschnitte ausgewählt, fotografiert und danach künstlerisch nachbearbeitet. Die einzelnen Strukturen der Gewebe bleiben dabei aber immer noch deutlich zu erkennen.

Drüsengewebe

Haare

Nierenkörperchen

Die faszinierenden Werke waren inzwischen bereits auf viel beachteten Ausstellungen unter anderem in Innsbruck, Bamberg, Berlin, Luzern, München und Paderborn zu sehen. Im Mai gab es im Rahmen der Posterausstellung auf der 102. Jahrestagung der Gesellschaft für Pathologie in Berlin eine kleine Auswahl von HistoPopArt-Bildern. Ein Werk wurde unter den Nachwuchspathologen verlost. Im Juni präsentierte Kerber eine größere Auswahl ihrer HistoPopArt-Bilder auf der „Histologica“ in Oberhausen und vom 26. bis 27. Oktober 2018 auf den Morphologie-Histologie-Tagen in Berlin.

Weitere Informationen unter www.histopopart.de

 

Entnommen aus MTA Dialog 7/2018