Rezensionen

Histologie für Dummies – Lernen einfach gemacht

Sabrina Rader
Cover-Abbildung zur Buchbesprechung von H.-G. Frank, „Histologie für Dummies“
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Zu Beginn des Buches präsentiert uns der Autor eine „Schummelliste“. Diese Liste kann ausgeschnitten werden und beinhaltet kurz und knapp auf 5,5 Seiten Steckbriefe zu histologisch wichtigen Organen. Es folgt eine kurze Information zum Autor selbst. Bevor sich das Inhaltsverzeichnis anschließt, erscheint „Auf einen Blick“ die Struktur des Buches auf 1,5 Seiten.

Gegliedert ist das Buch in die Teile I bis V mit den jeweiligen Kapiteln (insgesamt 37): Teil I „Bau und Organisation der Zelle“ (Kapitel 1 bis 10), Teil II „Die Grundgewebe: Histologie“ (Kapitel 11 bis 17), Teil III „Mikroskopische Anatomie“ (Kapitel 18 bis 33), Teil IV „Histologische Technik“ (Kapitel 34 bis 36) und Teil V Top-Ten-Teil (Kapitel 37).

In der Einleitung erklärt der Autor, warum Histologie so wichtig für ihn ist, wie das Buch aufgebaut und strukturiert ist, welche Symbole zu finden sind und was sie bedeuten, sowie die Erklärung, was er sich bei seinem „roten Faden“ gedacht hat. Und für welche Berufs-/Personengruppe dieses Buch geschrieben ist. Die Kapitelseiten sind farblich hervorgehoben und geben einen Einblick, was im jeweiligen Kapitel zu erwarten ist. Das Buch endet mit einem Literatur-, Tabellen-, Abbildungs- und Stichwortverzeichnis.

Der Autor schreibt anschaulich und nachvollziehbar. Es fällt leicht, seinem Inhalt zu folgen, der dank vereinzelter Ausflüge in die Praxis und in die Geschichte zu Beginn eines Kapitels in wenigen Zeilen unterstützt wird. Vereinzelte Bilder waren in ihrer Darstellung etwas dunkel. Die Wiederholungen von kurzen knackigen Zusammenfassungen innerhalb der Kapitel machen das Lernen einfacher und haben mir besonders gut gefallen.

Der Vergleich mit der abstrakten Raumfahrt in der Einleitung ist vielleicht ein wenig übertrieben, dennoch liest man die Leidenschaft des Autors für die Histologie sehr deutlich heraus, was dem Buch und der Theorie zur Histologie zugutekommt. Da in der Einleitung darauf eingegangen wird, dass dieses Buch unter anderem für den Beruf sowie Schüler*innen der MT-Berufe und Kolleg*innen im Labor geeignet sei, fehlt mir hierzu mehr Inhalt aus dem Bereich der Histotechnik. Die „Schummelliste“ ist eine nette Darstellung der Theorie zu einigen Organen, jedoch vermisse ich auch dort den Bezug zur Histotechnik (zum Beispiel Färbungen der Niere, Schnittdicke et cetera). Im Teil IV „Histologische Technik“ wird viel über die Mikroskopie gesprochen. Auch hier fehlt mir mehr Information zur Praxis, wie zum Beispiel zum Thema der Entwässerung von Gewebeproben, Herstellung von Paraffinblöcken und vieles mehr. Es wird deutlich, wie sehr dem Autor die Histologie und die Mikroskopie am Herzen liegen, dennoch lässt er für meinen Geschmack ein wenig die „Power“ aus dem Labor hintenanstehen. Das letzte Kapitel stellt einige bedeutende Persönlichkeiten aus dem Bereich der Histologie vor. Das ist nett zu lesen, aber wird nicht zwangsläufig benötigt.

„Histologie für Dummies“ lässt sich meiner Einschätzung nach als zusätzliche Literatur in der Fachtheorie Histologie bei MT-Schüler*innen gewiss gut einsetzen. Dank der Vielfältigkeit an visuellen Darstellungen und der Zusammenfassungen zu Themen sind die Texte nachvollziehbar und attraktiv für Leser*innen gestaltet.

Histologie für Dummies
Von: Hans-Georg Frank, 608 Seiten, Wiley-VCH, 2021, ISBN: 978–3–527–71756–9, Preis: 35 Euro

 

Entnommen aus MTA Dialog 4/2022

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