Onkologie-Projekt

Helfende Hand nach der Diagnose Krebs

Das Projekt PIKKO soll die Versorgung von Krebspatienten verbessern. Ein Kerngedanke ist, den Menschen unmittelbar nach einer Krebsdiagnose zur Seite zu stehen.

Pikko

Mit PIKKO soll eine Versorgungslücke in der onkologischen Versorgung geschlossen werden. | Jarun Ontakrai/shutterstock

Das Projekt PIKKO, getragen von der IKK Südwest, dem saarländischen Gesundheitsministerium sowie weiteren Partnern nimmt Gestalt an. Das vom Innovationsfonds mit 3,6 Millionen Euro geförderte Onkologie-Projekt wurde am 10. Mai im Detail vorgestellt. PIKKO steht für PatientenInformation, –Kommunikation und Kompetenzförderung in der Onkologie. Der Innovationsfonds unterstützt neue Versorgungsformen, die über die bisherige Regelversorgung hinausgehen sowie Versorgungsforschungsprojekte, die auf eine Verbesserung der bestehenden Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung abzielen.

Prof. Dr. Jörg Loth, Vorstand IKK Südwest, begrüßte die Veranstaltungsteilnehmer und betonte den greifbaren Mehrwert für die Versicherten: „Unser Kerngedanke und elementare Motivation ist, den Menschen unmittelbar nach einer Krebsdiagnose zur Seite zu stehen“, sagte er, „mit PIKKO können wir eine echte Versorgungslücke schließen“. Zentral sei dabei der sogenannte Onko-Lotse – eine wichtige helfende Hand, die den Krebspatienten durch die ersten Stunden, aber auch ersten Wochen nach der Diagnose führt.

Monika Bachmann, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie im Saarland, sprach von einem „Leuchtturmprojekt made in Saarland“: „Getreu dem Motto ‚Großes entsteht immer im Kleinen‘ können wir stolz darauf sein. Mit ‚PIKKO‘ wird ein Mehrbedarf an Unterstützungsangeboten für krebskranke Patientinnen und Patienten gedeckt, da es Informations- und Unterstützungslücken schließt“, so die  Gesundheitsministerin. Ihr sei wichtig, die Patienten im Kampf gegen Krebs – im Saarland sind aktuell rund 30.000 in einer Krebsbehandlung – zu unterstützen und zu signalisieren: „Wir sind da. Wir stehen an Ihrer Seite.“

Dr. Johannes Bruns, Geschäftsführer der Deutschen Krebsgesellschaft, verwies auf die Erkenntnis, dass man Krebs als „Gesamtproblem“ sehen müsse: „Wir sind sehr schnell dabei, den Tumor im Menschen zu behandeln, vernachlässigen aber den Menschen.“ Das Projekt PIKKO arbeite mit der Erkenntnis: „Wenn Menschen gut informiert sind und gut kommunizieren können, funktioniert auch die Versorgung besser“, sagte Bruns, „es ist gut, dass wir ein Gesamtunterstützungskonzept anbieten“.


Quelle: IKK Südwest, 11.05.2017