Gesetz

Heil- und Hilfsmittelversorgung gestärkt

Das Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (HHVG) ist in Kraft getreten. Es soll für mehr Qualität bei Hilfsmitteln wie Rollstühlen und Prothesen sorgen und die wichtige Rolle der Therapieberufe unterstreichen.

Heil- und Hilfsmittelversorgung

Versicherte müssen die richtigen Hilfen erhalten, um ihren Alltag trotz Einschränkungen möglichst selbstbestimmt bewältigen zu können – dazu zählen zum Beispiel Rollstühle. | iStockphoto/Gizelka

„In einer älter werdenden Gesellschaft wird die Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln immer wichtiger. Versicherte müssen die richtigen Hilfen erhalten, um ihren Alltag trotz Einschränkungen möglichst selbstbestimmt bewältigen zu können – dazu zählen etwa Inkontinenzhilfen und Prothesen, Rollstühle und Hörgeräte. Deshalb sorgen wir für eine gute und zeitgemäße Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln und stellen die Weichen für die Weiterentwicklung dieser wichtigen Leistungsbereiche“, sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU).

Mit dem HHVG werde die hohe Bedeutung von Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Podologen für die Patientenversorgung betont ein gesetzlicher Rahmen für eine angemessene Vergütung ihrer Leistungen geschaffen. „Zudem richten wir die Hilfsmittelversorgung stärker an Qualitätszielen aus und verbessern die Rechte der Patientinnen und Patienten auf Beratung und Information. Darüber hinaus schieben wir der Einflussnahme auf Arzt-Diagnosen, mit dem Ziel mehr Mittel aus dem Gesundheitsfonds zu erhalten, einen Riegel vor“, so Gröhe.


Quelle: BMG, 11.04.2017