CyberKnife System

Gute Tumorkontrolle bei Prostatakrebs

Auf dem ASTRO-Kongress in Boston wurde eine prospektive, multizentrische Studie zum CyberKnife System präsentiert, die gute Daten zur Tumorkontrolle bei Prostatakrebs-Patienten beinhaltete.

CyberKnife

CyberKnife | 2016, Accuray Incorporated

Accuray Incorporated gab heute die Ergebnisse einer prospektiven Studie zum CyberKnife® System bekannt: 97 Prozent der Prostatakrebs-Patienten mit niedrigem oder mittlerem Risiko erreichten fünf Jahre nach der stereotaktischen Strahlentherapie mit dem CyberKnife System eine exzellente Tumorkontrolle. Die Behandlung wurde sehr gut vertragen. Schwere Nebenwirkungen waren auch über fünf Jahre nach der Behandlung selten (weniger als zwei Prozent). Die Studie, an der 21 Zentren beteiligt waren, wurde gestern beim 58. Jahreskongress der American Society for Radiation Oncology (ASTRO) präsentiert und unter tausenden Abstracts als eine von 15 Studien zur Vorstellung auf der heutigen ASTRO-Pressekonferenz ausgewählt.

„Gute Nachricht für Patienten“

„Diese Studie ist eine gute Nachricht für neu diagnostizierte Prostatakrebs-Patienten. Die stereotaktische Bestrahlung ermöglichte eine verbesserte Tumorkontrolle mit wenigen Nebenwirkungen. Es waren nur fünf kurze Sitzungen notwendig, ohne eine zusätzliche Operation“, sagte Robert M. Meier, Hauptautor der Studie und medizinischer Direktor des Swedish Cancer Institute am Northwest Hospital in Seattle. „Durch die Bildführung in Echtzeit, non-koplanare Bestrahlung und Submillimeter-Präzision erzielten Ärzte in unterschiedlichen Zentren eine hervorragende, konsistente Dosiskontrolle und geringere Toxizitäten im Vergleich zu anderen Strahlentherapieverfahren.“

Die Ergebnisse in Kürze

Die Studie mit dem Titel „Five-Year Outcomes from a Multi-Center Trial of Stereotactic Body Radiotherapy for Low- and Intermediate-Risk Prostate Cancer“ ist die erste große, multizentrische klinische Studie mit langfristiger Verlaufs- und Qualitätskontrolle zur stereotaktischen Bestrahlung mit dem CyberKnife System. Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Rezidivfreie Fünf-Jahres-Überlebensraten waren für Patienten mit niedrigem und mittlerem Risiko fast identisch;
  • Bei Patienten mit niedrigem Risiko war die Tumorkontrollrate nach fünf Jahren mit 97,3 Prozent besser als bei konventioneller Strahlentherapie (93 Prozent);
  • Eine hochdosierte Bestrahlung mit dem CyberKnife kann in unterschiedlichen Behandlungszentren sicher angewendet werden. Dies bestätigt die Praktikabilität der Behandlungsmethode;
  • Im Vergleich zu anderen Strahlentherapie-Verfahren (Vergleichswerte aus Ergebnissen früherer Studien) erreicht die Therapie mit dem CyberKnife geringere Toxizitätsraten.

Mikrobläschen

Ein interdisziplinäres Team von Forschern an der KU Leuven (Universität Leuven), Belgien, hat einen neuen Weg entwickelt, um zu bewerten, ob eine Krebsbestrahlungsbehandlung wirksam ist.

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Präzision bis auf den Submillimeter

Aufgrund der natürlichen Körperfunktionen kann sich die Prostata während einer Therapiesitzung ständig und unvorhersehbar bewegen. Daher ist es von zentraler Bedeutung, diese Bewegungen erkennen, nachverfolgen und die Bestrahlung entsprechend korrigieren zu können. Anders als andere Strahlentherapie-Systeme verfolgt das CyberKnife System die Bewegungen der Prostata kontinuierlich und korrigiert die Strahlenabgabe in Echtzeit. Durch dieses automatische Bewegungstracking und die Anpassung der Bestrahlung erreicht das System eine Präzision im Submillimeterbereich: Die Strahlenabgabe ist bis auf die Dicke eines Centstückes genau. So wird eine effektive Therapie ermöglicht, die gesundes Gewebe so weit wie möglich schont.

Über die Studie

Die Studie untersuchte, ob eine hochdosierte, stereotaktische Strahlentherapie (stereotactic body radiation therapy, SBRT) sicher und effektiv in unterschiedlichen lokalen, regionalen und akademischen Zentren sicher angewandt werden kann. Darüber hinaus wurde geprüft, ob eine Hochdosisbestrahlung bei Patienten mit einem niedrigen Risiko das krankheitsfreie Überleben über einen Zeitraum von fünf Jahren hinweg verbessert. Vergleichswerte wurden aus historischen Kontrollgruppen gezogen. An der Studie nahmen 309 Patienten teil, davon 172 mit niedrigem und 137 mit mittlerem Risiko. Alle Patienten wurden mit einem non-koplanaren, robotergestützten SBRT System, dem CyberKnife, mittels Echtzeit-Tracking implantierter Fiducials behandelt.

Stereotaktische Strahlentherapie

Dreh- und Angelpunkt der stereotaktischen Strahlentherapie ist die extreme Präzision. So ermöglicht die Stereotaxie bei Prostatakrebs-Patienten eine viel kürzere Behandlungsdauer als bei konventioneller Bestrahlung. Anders als eine operative Behandlung ist sie außerdem nichtinvasiv. Die stereotaktische Strahlentherapie ist kosteneffektiv für Kliniken und Kostenträger und erhöht die Patientenzufriedenheit gegenüber konventioneller Strahlentherapie durch die einfachere Behandlungsplanung sowie durch deutlich weniger Therapiesitzungen. (Accuray, red)

Hier finden Sie die Präsentationsunterlagen der Studie.