Europäische Union

Gesundheitliche Folgen sozialer Ungleichheit

Ein europaweites Netzwerk von Gesundheitsexperten aus 21 EU-Staaten warnt vor den Folgen sozialer Ungleichheit.

Soziale Ungleichheit

Die Lebenserwartung variiert stark zwischen den EU-Staaten. | Shutterstock/tomertu

Gesundheitsfragen dürften von den Verantwortlichen auf europäischer und nationaler Ebene nicht mehr als Randthema betrachtet werden, heißt es in dem in Brüssel veröffentlichten Aufruf. Initiator ist der Verbund Euro Health Net, dem unter anderem die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung angehört. Den Aufruf haben zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen unterschrieben.

Die Lebenserwartung variiert stark zwischen den EU-Staaten: Kinder, die 2014 in Spanien geboren wurden, konnten im Durchschnitt auf 83,3 Lebensjahre hoffen, in Bulgarien nur auf 74,5 Jahre, so Euro Health Net unter Verweis auf OECD-Zahlen.

Die Unterzeichner fordern unter anderem mehr gesundheitliche Bildung insbesondere für Risikogruppen und bessere Vorsorge. Euro Health Net-Managerin Caroline Costongs, fordert die EU-Mitgliedsstaaten und EU-Institutionen dazu auf, Verantwortung für einen Abbau der sozialen Ungleichheiten zu übernehmen.

Euro Health Net,23.01.2017