Premium Welche Rolle spielt die intestinale Besiedlung für die Entstehung nosokomialer Infektionen?

Gesundes Mikrobiom und potenziell pathogene Erreger

Der Begriff des intestinalen „Mikrobioms“ hat sich in den letzten Jahren als Oberbegriff für alle kultivierbaren und nicht kultivierbaren, physiologischen Darmerreger eingebürgert. Sie haben für die Stoffwechselprozesse des gesunden Menschen eine herausragende Bedeutung.

Gesundes Mikrobiom und potenziell pathogene Erreger

© nerthuz – stock.adobe.com

Insbesondere spielen die Erreger eine Rolle als

•    Produzenten von Vitaminen und relevanten Stoffwechselbausteinen,

•    Schutzbarriere gegen das Anhaften und die Überwucherung von Fremdorganismen (Bakterien, Pilze) und

•    Stimulanzien für normale Immunfunktionen.

Darüber hinaus wirken die Erreger bei der Verwertung von Nahrungsbestandteilen mit. Unklar ist, ob eine normale Zusammensetzung des intestinalen Mikrobioms auch vor nosokomialen Infektionen im Zusammenhang mit Intensivaufenthalten schützt. Postuliert wird, dass eine hohe mikrobielle Diversität der Darmflora auch die Letalität von intensivmedizinisch erworbenen Infektionen reduziert. Mit einer prospektiven Kohortenstudie von Intensivpatienten aus dem Columbia Medical Center in New York untersuchte deshalb eine Autorengruppe um Dr. Daniel Freedberg diese Fragestellung erstmals mit genetischen Methoden [1].

Schlüsselwörter: Laboratoriumsmedizin, Mikrobiom, pathogene Erreger, intestinale Besiedlung, nosokomiale Infektionen 

Entnommen aus MTA Dialog 5/2019

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