DKMS Stiftung Leben Spenden

Forschung auf dem Gebiet der Blutkrebstherapie

Die DKMS Stiftung Leben Spenden hat vier Nachwuchswissenschaftler mit dem John Hansen Research Grant 2021 ausgezeichnet. Die Stiftung unterstützt damit vielversprechende internationale Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Blutstammzelltransplantation und Zelltherapie.

Blutkrebstherapie

Die Stammzellspenderdatei DKMS setzt sich auch im wissenschaftlichen Bereich dafür ein, die Überlebens- und Heilungschancen von Menschen mit Blutkrebs zu verbessern. Eine wichtige Säule ist dabei die Nachwuchsförderung. | DKMS/Spangemacher

Viele Blutkrebspatientinnen und -patienten können nach einer Stammzelltransplantation schon bald wieder ein annähernd normales Leben führen. Doch noch sind bei Weitem nicht alle Transplantierten dauerhaft geheilt. Rückfälle und Komplikationen wie die Graft-versus-Host-Disease, bei der es nach der Transplantation zu lebensbedrohlichen Abstoßungsreaktionen kommen kann, stellen Mediziner und Wissenschaftler noch immer vor große Herausforderungen.

Kryokonservierung

Weltweit erhält alle 35 Sekunden ein Mensch die schockierende Diagnose Blutkrebs. Wie kann Blutkrebspatienten in Zukunft noch schneller geholfen werden? Die DKMS plant dazu den Aufbau einer Stammzellbank, wo überschüssige Blutstammzellen von unverwandten Spendern eingefroren und gelagert werden sollen.

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„Die Forschung auf dem Gebiet der Blutkrebstherapie voranzutreiben, ist ungemein wichtig, denn nur so können wir den Kampf gegen diese lebensbedrohliche Erkrankung gewinnen“, sagt Prof. Dr. Thomas Klingebiel, der Vorsitzende des Medizinischen Beirats der DKMS Stiftung Leben Spenden. Deshalb setzt sich die DKMS – über ihre originären Aufgaben als Stammzellspenderdatei hinaus – auch im medizinisch-wissenschaftlichen Bereich für bessere Transplantationsergebnisse und damit für mehr Lebenschancen von Patientinnen und Patienten ein. Eine wichtige Säule ist dabei die Nachwuchsförderung: Jährlich vergibt die DKMS Stiftung Leben Spenden den DKMS John Hansen Research Grant an bis zu vier junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, um den medizinischen Fortschritt auf dem Gebiet der Stammzelltransplantation und Zelltherapie, auch für die Zukunft, zu sichern.

Zukunftsweisende Forschungsprojekte

Während in den vergangenen beiden Jahren ausschließlich Frauen ausgezeichnet wurden, sind es in diesem Jahr vier junge Männer, die sich mit ihren zukunftsweisenden Forschungsprojekten durchsetzen konnten:

Ignazio Caruana, PhD, Abteilung für Pädiatrische Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation an der Kinderklinik und Poliklinik des Universitätsklinikums Würzburg (Projekttitel: Induzierbare CAR-T-Zellen, gewonnen aus einer vom Spender stammenden Peptid-stimulierten oligoklonalen T-Zell-Population mit An/Aus-Schaltern für die gezielte Immuntherapie nach hämatopoetischer Stammzelltransplantation).

Shuichiro Takashima PhD, MD, Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York, USA (Projekttitel: STAT1-Steuerung der intestinalen Stammzellantwort auf gastrointestinale Transplantat-gegen-Wirt-Krankheit).

Esteban Arrieta-Bolaños, PhD, Institut für experimentelle zelluläre Therapie des Universitätsklinikums Essen (Projekttitel: Die Entschlüsselung der HLA-DM-sensitiven T-Zell-Alloreaktivität gegen HLA-DP: Die Suche nach Neuem in der Leukämie-Immuntherapie).

Miguel Álvaro-Benito, PhD, Institut für Chemie und Biochemie der Freien Universität Berlin (Projekttitel: Jenseits der Klassiker: Funktionelles Profiling nicht-klassischer HLA Klasse II Genvarianten).

Hommage an das Lebenswerk von John Hansen

John Hansen, der Namensgeber des DKMS John Hansen Research Grant, war viele Jahre lang Mitglied im Stiftungsrat sowie im Medizinischen Beirat der DKMS Stiftung Leben Spenden. Der DKMS John Hansen Research Grant ist eine Hommage an sein Lebenswerk als international angesehener und herausragender Onkologe, führend im Bereich Immungenetik, sowie empathischer Mediziner mit großem Herzen.

Nähere Informationen zu den Forschungsprojekten der Stipendiatinnen und Stipendiaten 2021 finden Sie hier.
 

Quelle: idw/DKMS, 08.04.2021