Krankenstand steigt

Erkältungswelle sorgt für mehr Fehltage

Deutschlands Arbeitnehmer meldeten sich 2017 wieder häufiger krank. Nach einer aktuellen Auswertung der DAK-Gesundheit stieg der Krankenstand von 3,9 auf 4,1 Prozent.

Krankenstand

Der häufigste Grund für Fehltage waren Muskel-Skelett-Erkrankungen. Psychische Erkrankungen folgten auf Rang zwei. | fotolia

Vor allem Atemwegserkrankungen machten den Deutschen im vergangenen Jahr zu schaffen: Die Anzahl der Fehltage aufgrund von Erkältungen stieg um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ausfälle durch psychische Erkrankungen stiegen hingegen nur leicht – um knapp 1,5 Prozent.

Mehr als die Hälfte aller Arbeitsunfähigkeitstage (53,9 Prozent) ging auf das Konto von drei Diagnosegruppen: Der häufigste Grund für Fehltage waren Muskel-Skelett-Erkrankungen, wie beispielsweise Rückenschmerzen. Mehr als jeder fünfte Ausfalltag (21,8 Prozent) wurde dadurch verursacht. Psychische Erkrankungen folgten auf Rang zwei mit einem Anteil von 16,7 Prozent und Atemwegserkrankungen mit 15,4 Prozent auf Rang drei. Atemwegserkrankungen wie beispielsweise Husten und Schnupfen verursachten 2017 – bezogen auf 100 erwerbstätige Versicherte der DAK-Gesundheit – rund 230 Fehltage, 18 Tage mehr als 2016. Etwa jeder zweite Berufstätige bundesweit war 2017 mindestens einmal krankgeschrieben (48,6 Prozent).

Mit Blick auf die Geschlechter zeigt sich: Bei Frauen stieg der Krankenstand stärker als bei ihren männlichen Kollegen. Bei ihnen lag der Krankenstand 2017 bei 4,4 Prozent; bei den Männern bei 3,8 Prozent. Die Branchen mit dem höchsten Krankenstand waren 2017 Verkehr, Lagerei und Kurierdienste mit 4,8 Prozent sowie das Gesundheitswesen mit 4,7 Prozent. Den niedrigsten Krankenstand hatte der Bereich Datenverarbeitung und Informationsdienste mit 2,8 Prozent.

Für die Analyse zum Krankenstand wurden die Daten von rund 2,5 Millionen erwerbstätigen Versicherten der Krankenkasse DAK-Gesundheit durch das IGES Institut in Berlin ausgewertet.

Quelle: DAK-Gesundheit, 25.01.2018