Starkes erstes Halbjahr 2020

Eppendorf AG profitiert von Corona

Die Corona-Pandemie treibt die Nachfrage nach Verbrauchsartikeln und Pipettier-Robotern. Entsprechend stieg der Konzernumsatz um 6,6 Prozent in den ersten sechs Monaten auf 403,7 Mio. Euro.

Verbrauchsartikelfertigung

Verbrauchsartikelfertigung von Eppendorf in Oldenburg in Holstein | Eppendorf AG

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 konnte die Eppendorf Gruppe den Konzernumsatz steigern. Trotz der globalen, Corona bedingten Einschränkungen kletterte er um 6,6 Prozent auf 403,7 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 378,5 Mio. Euro). Das Betriebsergebnis (EBIT) blieb jedoch, wie erwartet, aufgrund umfangreicher und anhaltender Investitionen in der ersten Jahreshälfte mit 65,5 Mio. Euro auf dem Vorjahresniveau fast stabil (Vorjahr: 66,7 Mio. Euro). Die EBIT-Marge beläuft sich auf 16,2 Prozent (Vorjahr: 17,6 Prozent).

Liquid Handling, Automation und Consumables profitieren

„Wir sind mit der Geschäftsentwicklung in den ersten sechs Monaten dieses Jahres sehr zufrieden“, sagt Eva van Pelt, Co-Vorstandsvorsitzende der Eppendorf AG. „Das Wachstum resultiert im Wesentlichen aus der stark gestiegenen Nachfrage nach Produkten der Unternehmensbereiche Liquid Handling, Automation und Consumables. Diese stellen beispielsweise Pipetten, Verbrauchsartikel und Pipettier-Roboter her und werden unter anderem in der Diagnostik für Coronatests benötigt und kommen bei der Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten zum Einsatz.“

Die wirtschaftliche Entwicklung der Eppendorf Gruppe in den beiden ersten Quartalen 2020 war von den Corona bedingten Einschränkungen der Wirtschaft in den einzelnen Ländern, den Schließungen von Forschungseinrichtungen und Universitäten sowie den weltweiten Ausgangssperren unmittelbar betroffen. Dies hatte auch Auswirkungen auf die Versorgungssituation der Produktionsstandorte von Eppendorf.

Globale Materialverfügbarkeit sichergestellt

„In den ersten Monaten dieses Jahres, die von der Pandemie besonders stark geprägt waren, haben wir umgehend reagiert und unsere globale Materialverfügbarkeit sichergestellt“, erläutert Dr. Peter Fruhstorfer, Co-Vorstandsvorsitzender der Eppendorf AG. „Dazu haben wir mit einem engmaschigen Prozess die Lieferketten permanent überprüft und die Lieferfähigkeit der Zulieferer bewertet. Das hat sehr gut funktioniert, sodass unsere Produktion zu jedem Zeitpunkt vollumfänglich hochgefahren war und unsere Produkte, die beim Kampf gegen das Coronavirus zum Einsatz kommen, verfügbar waren.“

Ausbau der Kapazitäten

Aktuell baut Eppendorf die Produktionskapazitäten am Standort in Oldenburg in Holstein deutlich aus. Hier werden hochwertige Verbrauchsartikel für Labore und Forschungseinrichtungen auf der ganzen Welt hergestellt. Durch den Neubau von zwei weiteren Produktionshallen wird die Gesamtkapazität um rund 30 Prozent ab 2021 erhöht. Die erste Halle ist bereits seit Mai im Betrieb, in der zweiten soll ab September die Produktion starten.

Ausblick

Aufgrund der nicht prognostizierbaren weltweiten wirtschaftlichen Entwicklungen in den kommenden Monaten gibt der Vorstand keine valide Aussage zum weiteren Verlauf des Geschäftsjahres. Der Vorstand geht allerdings davon aus, dass die bisherige starke Nachfrage bis zum Ende dieses Jahres anhalte und dass das Interesse an den aktuell im Fokus stehenden Produktgruppen weiterhin bestehen bleibe. Vor diesem Hintergrund und der guten Entwicklung im ersten Halbjahr werden bei vergleichbaren Wechselkursen ein Umsatz und ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erwartet. Diese lagen 2019 bei 803,9 Mio. Euro (Umsatz) beziehungsweise bei 144,2 Mio. Euro (EBIT).


Quelle: Eppendorf