Apotheker ohne Grenzen

Einsatz gegen Arzneimittelfälschungen

Die pharmazeutische Hilfsorganisation „Apotheker ohne Grenzen“ ist konsequent im Einsatz, um Arzneimittelfälschungen und die nicht rationale Verwendung von Antibiotika zu verhindern.

Nur durch den korrekten Einsatz von Antibiotika kann die weltweite Zunahme von resistenten Keimen verhindert werden. | paulhahn.de/AoG-Archiv

In den vergangenen Tagen und Wochen sind Arzneimittelfälschungen und der falsche, resistenzfördernde Einsatz von Antibiotika vermehrt ein Thema in den öffentlichen Medien gewesen.

Als pharmazeutische Hilfsorganisation sind die Apotheker ohne Grenzen Deutschland (AoG) in vielen Projekten für die Belieferung mit Arzneimitteln verantwortlich, ebenso für deren Qualität. Für die Not- und Entwicklungshilfe bezieht AoG Medikamente aus bekannten Quellen. Die entsprechenden Lieferanten werden, so AoG, von Fachpersonal sorgsam ausgewählt, vor Ort besucht und die Qualität bezogener Chargen regelmäßig in Deutschland kontrolliert.

Antibiotika

Die zunehmende Antibiotikaresistenz stellt das Gesundheitswesen vor ernstzunehmende Herausforderungen. Ab dem Jahr 2017 startet ein neues Projekt, das sich dieser Problematik annehmen wird.

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Zudem Apotheker ohne Grenzen konsequent im Einsatz, um die nicht rationale Verwendung von Antibiotika zu verhindern. So konnte zum Beispiel die ungezielte und überflüssige Abgabe von Amoxicillin-Tabletten in einem Gesundheitszentrum in einem Slum von Buenos Aires durch Einsatz pharmazeutischen Personals um 90 % gesenkt werden. Für diese Leistung wurde 2011 der erste Preis auf dem argentinischen Apothekerkongress vergeben. In Nepal läuft seit längerem das AoG-Projekt „Standard Treatment Protocol“, das einheimische Apotheker und Gesundheitspersonal zum fachgerechten Einsatz von Medikamenten schult. Des Weiteren unterstützt AoG in Indien eine Studie zum „Rational Use of Antibiotics“, um der unbedachten und gefährlichen Abgabepraxis von Antibiotika vor Ort entgegen zu wirken. Nur durch den korrekten Einsatz dieser Medikamente kann die weltweite Zunahme von resistenten Keimen verhindert werden.

Quelle: Apotheker ohne Grenzen, 18.05.2017