Premium Der komplizierte Fall

Eine Patientin mit Anti-Lan

Unser immunhämatologisches Labor im Zentrum für Transfusionsmedizin Hagen erreichte im April 2014 eine Blutprobe von einer Patientin aus einem naheliegenden Krankenhaus.

Labordiagnostik

Abb. 1: Indirekter Antihumanglobulintest = IAT mit nativen und papainisierten Testzellen im Gelkartensystem, ID-Karte, Bio-Rad. Positive Reaktionen mit allen Testzellen. Eigenkotrolle negativ.

Zusammenfassung

Das Lan-Antigen gehört zur Gruppe der hochfrequenten Antigene und weist in der Bevölkerung eine Frequenz von mehr als 99 % auf. Das macht die transfusionsmedizinische Versorgung von Patienten mit Antikörpern gegen das Lan-Antigen sehr schwierig. Die Labordiagnostik von Antikörpern gegen hochfrequente Antigene stellt für normale Krankenhauslabore ein großes Problem dar. An einem Beispiel aus unserer alltäglichen Praxis wird dargestellt, welche Möglichkeiten uns derzeit zur Verfügung stehen, solche Antikörper zu detektieren und die Patienten rechtzeitig und suffi zient mit Blutpräparaten zu versorgen. In vielen Fällen gelingt es nur mittels Bereitstellung kryokonservierter Erythrozytenkonzentrate. In Abhängigkeit vom klinischen Verlauf und Dringlichkeit der Transfusion sollte eine gerichtete Spende (z. B. von Verwandten) oder eine Eigenblutspende in Betracht gezogen werden. Der zunehmende Einsatz der molekulargenetischen Screeningverfahren zur Spendertestung sollte zur Verbesserung der Versorgungssituation bei solchen schwierigen Fällen beitragen.

Entnommen aus MTA Dialog 08/2014

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