Strahlenschutz

Eine Kernaufgabe für MTRA

Das DIW-MTA bietet ab 2018 die Weiterbildung zur/zum Spezialisten/-in für Dosismanagement in der Radiologie an. Die 60-stündige Weiterbildung setzt sich aus zwei Modulen zusammen – Digitale Radiographie und Dosismanagement in der Radiologie – und schließt mit einer Klausur ab.

 

Strahlenschutz ist eine Kernaufgabe für MTRA

© DVTA/Eisele

Bis zum Februar 2018 muss die Euratom-Richtlinie 2013/59, besser bekannt unter dem Namen „EU-Richtlinie für den Strahlenschutz“, in nationales Recht der Mitgliedstaaten umgesetzt worden sein. Ab diesem Zeitpunkt ist betreiberseitig sicherzustellen, dass die Patientendosen lückenlos und nachvollziehbar dokumentiert werden und alle technischen Möglichkeiten des Strahlenschutzes und des Dosismanagements ausgenutzt werden.

Die Dokumentation wird durch Messsysteme erfolgen, welche die Patientendosen erfassen und speichern (RIS/KIS) sowie eine abschließende Bewertung und Analyse der Daten, insbesondere bei jeder unnötigen Strahlenexposition, erlauben. Das wird nur in schnittstellenübergreifender Zusammenarbeit qualifizierter MTRA, Medizinphysikexperten, Radiologinnen und Radiologen sowie den IT-Abteilungen der Einrichtungen gelingen.

Hier sind insbesondere MTRA gefragt, die als Durchführende der Untersuchungen für den Strahlenschutz und die Ausnutzung der technischen Möglichkeiten aller Geräte in einer Radiologie verantwortlich sind. Sie sind es, die das Spektrum an Optionen, das die Geräte bieten, kennen und indikationsspezifisch adaptieren müssen.

Zur Unterstützung dieser Herausforderungen bietet das DIW-MTA ab 2018 die Weiterbildung zur/zum Spezialisten/-in für Dosismanagement in der Radiologie an. Die 60-stündige Weiterbildung setzt sich aus zwei Modulen zusammen – Digitale Radiographie und Dosismanagement in der Radiologie – und schließt mit einer Klausur ab.

Im Modul Digitale Radiographie, welches 40 Stunden umfasst, werden aktuelle technische Entwicklungen und Umsetzungsmöglichkeiten von Strahlenschutzmaßnahmen bei gleichbleibender Bildqualität mit dem Schwerpunkt der Projektionsradiographie und Durchleuchtung behandelt. Dabei wird besonders auf die veränderten Arbeitsprozesse bei der Beurteilung der Bildqualität (zum Beispiel Analyse des Dosisindex statt analoger Beurteilung der Belichtungsqualität) sowie die technischen Parameter der digitalen Bildentstehung eingegangen. Das Modul findet direkt bei den Entwicklern digitaler Röntgenanlagen, der Firma Philips Healthcare in Hamburg, statt.

Im 20-stündigen Modul Dosismanagement in der Radiologie stehen die Möglichkeiten der Dosisreduktion im CT und der Angiographie im Mittelpunkt. Neben der Vermittlung theoretischer Grundlagen besteht die Möglichkeit virtueller Hands-on-Tools, in denen man sein Wissen und die möglichen Folgen für Dosis und Bildqualität testen kann. Das Modul findet in Dortmund statt und steht unter der Leitung von Alex Riemer und Jenny Kloska, beide anerkannte Experten in Sachen Strahlenschutz.

Um die Weiterbildung zeitnah zum Start der EU-Richtlinie vollumfänglich anzubieten, haben Sie die Möglichkeit, beide Module in einem zeitlichen Kompaktpaket innerhalb von acht Tagen zu absolvieren. Lediglich die Klausur findet, um Ihnen Zeit zur Vorbereitung zu geben, circa sechs Wochen später statt.

Sollte das für Sie keine Option sein, können Sie, wie gewohnt, die Bausteine der Weiterbildung zu einem späteren Zeitpunkt absolvieren.

Folgende Termine stehen im Jahr 2018 zur Verfügung:

Dosismanagement in der Radiologie:

16. bis 18. März 2018 in Dortmund

Digitale Radiographie:

19. bis 23. März 2018 in Hamburg

Nähere Informationen unter www.diw-mta.de

 

Entnommen aus MTA Dialog 10/2017