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Ebola: Ausbruch in Uganda weitet sich aus

WHO zeigt sich besorgt
lz
Ebolaausbruch
© Pierre Borghi, stock.adobe.com
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Laut örtlicher Behörden gibt es bisher (Stand: 25.9.) 36 kumulierte Fälle (18 bestätigte und 18 wahrscheinliche Fälle) und 2 neue Todesfälle (insgesamt: 23). WHO-Experten sind vor Ort und arbeiten mit den erfahrenen Ebola-Bekämpfungsteams in Uganda zusammen, um Diagnose, Behandlung und Präventionsmaßnahmen zu verstärken.

Bereits am 20. September 2022 erklärten die ugandischen Gesundheitsbehörden den Ausbruch der durch das Sudan-Virus (SUDV) verursachten Ebola-Krankheit, nachdem ein Patient aus einem Dorf im Unterbezirk Madudu im Distrikt Mubende in Zentraluganda im Labor bestätigt worden war. Bei dem Fall handelte es sich um einen 24-jährigen Mann, der am 11. September ein breites Spektrum von Symptomen entwickelte, darunter hohes Fieber, tonische Krämpfe, blutiges Erbrechen und Durchfall, Appetitlosigkeit, Schluckbeschwerden, Brustschmerzen, trockener Husten und Augenbluten. Vom 11. bis 13. und vom 13. bis 15. September suchte er nacheinander zwei Privatkliniken auf, ohne dass eine Besserung eintrat. Daraufhin wurde er am 15. September an das Regional Referral Hospital (RRH) überwiesen, wo er als Verdachtsfall eines viralen hämorrhagischen Fiebers isoliert wurde. Am 17. September wurde eine Blutprobe entnommen und an das Uganda Virus Research Institute (UVRI) in Kampala gesandt, wo am 19. September ein positiver RT-PCR-Test auf SUDV durchgeführt wurde. Noch am selben Tag starb der Patient.

Bis zum 25. September 2022 wurden aus den Distrikten Mubende, Kyegegwa und Kassanda insgesamt 18 bestätigte und 18 wahrscheinliche Fälle gemeldet, darunter 23 Todesfälle, von denen fünf unter den bestätigten Fällen waren (CFR unter den bestätigten Fällen 28 %). Dies ist der erste durch das Sudan-Virus (SUDV) verursachte Ebola-Ausbruch in Uganda seit 2012.

Die Ergebnisse vorläufiger Untersuchungen ergaben, dass in den ersten beiden Septemberwochen in den Unterbezirken Madudu und Kiruma des Distrikts Mubende mehrere Todesfälle aufgrund einer unbekannten Krankheit gemeldet wurden. Diese Todesfälle werden nun als wahrscheinliche Ebola-Fälle betrachtet, die durch das SUDV verursacht wurden.

Von den insgesamt bestätigten und vermuteten Fällen sind 62 % weiblich und 38 % männlich. Derzeit befinden sich 13 bestätigte Fälle im Krankenhaus. Das Durchschnittsalter der Fälle beträgt 26 Jahre (Spanne 1 Jahr bis 60 Jahre). Insgesamt wurden 223 Kontaktpersonen registriert.

Ärzte ohne Grenzen hat mit dem Aufbau eines Isolations- und Behandlungszentrums im Distrikt Mubende begonnen, um die Behörden vor Ort zu unterstützen. Ein Team aus Ärzten, Logistikern und Epidemiologen mache sich zudem einsatzbereit.

Quelle: Uganda, WHO, Ärzte ohne Grenzen

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