Fachkräftemangel im Gesundheitswesen

Dringender Handlungsbedarf

Die am 9. Februar 2017 veröffentlichte Analyse des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB) zeigt das Risiko eines Fachkräfteengpasses im Gesundheitswesen auf, der auch die Medizinisch-technischen Berufe umfasst.

Fachkräftemangel im Gesundheitswesen betrifft auch die MTA

Fachkräftemangel im Gesundheitswesen betrifft auch die MTA | © DVTA/Eisele

Bereits im Jahr 2025 kann es zu einem flächendeckenden Arbeitskräfteengpass kommen und im Jahr 2035 würden dann sogar circa 270.000 Beschäftigte fehlen. Dieser Engpass kann weder durch „Fachfremde“ noch durch längere Arbeitszeiten ausgeglichen werden, da es keine weiteren Kapazitäten mehr gibt. Da Personen, die einen Pflege- oder Gesundheitsberuf ohne Approbation erlernen, ihrem Berufsfeld gegenüber sehr loyal sind (sogenannte Stayer-Quote, das heißt Verbleib im Beruf, bei 74,4 Prozent), sollte vor allem in die Ausbildung in diesem Bereich verstärkt investiert werden. Ein wichtiger Einflussfaktor für die künftige Fachkräftesicherung ist die Attraktivität des Berufsfelds durch eine angemessene Ausbildungs- und Arbeitsvergütung, eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, Aufstiegschancen und eine bessere Work-Life-Balance. Es besteht daher dringender Novellierungsbedarf für die Ausbildung der Gesundheitsberufe, insbesondere der MTA-Berufe!

 

Entnommen aus MTA Dialog 4/2017