DVTA

Digitalisierung, Fachkräftemangel und Facebook-Umfrage

Bei zunehmender Digitalisierung und stets komplexeren Aufgaben der MTA bedarf es dringend einer Novellierung der MTA-APrV von 1994, da diese die heutigen Anforderungen nicht mehr abbildet. Der Bundesvorstand nutzt das neue Jahr, um sein Bildungskonzept zukunftsfähig zu gestalten.

Angesichts zunehmender Digitalisierung bedarf es dringend einer Novellierung der MTA-APrV von 1994. | © Boggy – Fotolia

Bildungskonzept

Bei zunehmender Digitalisierung und stets komplexeren Aufgaben der MTA bedarf es dringend einer Novellierung der MTA-APrV von 1994, da diese die heutigen Anforderungen nicht mehr abbildet. Doch was sind die künftigen Herausforderungen an den MTA-Beruf? Welche Ausbildungswege sind erforderlich, und wie kann die MTA-Ausbildung durchlässiger werden? Wie steigere ich die Attraktivität der MTA-Ausbildung? Wie schaffe ich die Freizügigkeit der MTA-Berufe in der EU? Dies alles sind Fragen, auf die der Workshop des DVTA am 17. Februar 2018 Antworten sucht, die dann in ein neues Bildungskonzept münden sollen. Wir laden Sie herzlich ein, sich an der Diskussion auf Facebook zu beteiligen oder uns Ihre Ideen und Meinungen dazu an info@dvta.de zu senden, damit wir auch Ihre Interessen berücksichtigen können. Über das Ergebnis des Workshops werden wir berichten.

Bundesvorstand Bundesvorstandsreferentin

Fachkräftemangel MTA

Laut Krankenhausinstitut im Krankenhausbarometer 2016 herrscht Fachkräftemangel in den MTA-Berufen. Ein Drittel der Allgemeinkrankenhäuser ab 100 Betten konnte im Frühjahr 2016 offene MTRA-Stellen nicht mehr besetzen. Bei MTLA stieg der Anteil der vom Fachkräftemangel betroffenen Häuser von vier Prozent (2011) auf 14 Prozent bei überproportionaler Betroffenheit der Großkrankenhäuser ab 600 Betten (23 Prozent). Es besteht daher dringender Handlungsbedarf. Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, bedarf es moderner Ausbildungsgesetze und Karriereperspektiven für die MTA-Berufe. Die demografische Entwicklung führt zu einem erhöhten medizinischen und medizinisch-technischen Behandlungsbedarf. Die Anforderungen an die MTA-Berufe werden immer komplexer. Dies betrifft nicht nur die Arbeitsverdichtung aufgrund des Fachkräftemangels, sondern auch die Notwendigkeit der interprofessionellen Zusammenarbeit und die sich – auch durch die Digitalisierung – rasant schnell entwickelnden medizinischen Technologien und Verfahren, die eine Änderung der Berufsprofile, die andere Kompetenzen und Fertigkeiten verlangen, erfordert. Die Schaffung moderner, kompetenzorientierter Ausbildungsgesetze ist daher notwendig, um die gegenwärtige und künftige Gesundheitsversorgung der Patienten und den Patientenschutz zu gewährleisten. Hierbei sollten neben einer Abbildung der arztentlastenden Tätigkeiten der MTA-Berufe, die derzeit schon Routine (zum Beispiel KM-Gabe et cetera) sind, auch eine hochschulische Ausbildungsmöglichkeit wie eine Teilzeitausbildung in die Berufsgesetze aufgenommen werden. Die Qualität der Patientenversorgung muss dabei der Fokus sein, nicht ökonomische Erwägungen.

Bundesvorstand Bundesvorstandsreferentin

Neues Jahr, neuer Job?!

Unter diesem Motto steht unsere aktuelle Umfrage auf Facebook. Wir möchten von Euch wissen, wie glücklich Ihr mit Eurer Berufswahl seid. Stimmt ab und lasst uns in den Kommentaren wissen, warum Ihr immer wieder MTA werden würdet oder warum eben gerade nicht. Je mehr von Euch mitmachen, umso gezielter können wir in der Zukunft für Euch aktiv werden, wenn es darum geht, die MTA-Berufe attraktiver zu machen. Auch für unsere Umfrage zum Thema „Ausbildungsweg“ könnt Ihr noch abstimmen. Ihr findet uns unter: www.facebook.com/mtawerden/

Euer DVTA-Facebook-Team

 

Entnommen aus MTA Dialog 2/2018