Historie

Die Geschichte von Multipler Sklerose

MRT zur Bildgebung

1981 wurde erstmalig durch den britischen Forscher Dr. Ian Young die Magnetresonanztomographie (MRT) zur Bildgebung bei einem MS-Patienten eingesetzt. Um die Empfindlichkeit der MRT-Aufnahmen zu erhöhen, wird „Gadolinium“ (Kontrastmittel) gespritzt. Dieses reichert sich in Entzündungsherden an, die erst kürzlich entstanden sind, wodurch sie besser zu erkennen sind, denn genau nach diesen Läsionen wird gesucht. Ein MRT kann die MS-Diagnose stützen und die Erkrankung auf ihrem Verlauf kontrollieren. Anzeichen für die Erkrankung konnten schon nach dem ersten Scan im MRT festgestellt werden. Auch wenn der Patient noch keine Symptome hat, kann die Erkrankung mit Hilfe des MRTs gesehen werden. Gerade in frühen Phasen der Erkrankung kann der Arzt anhand der Größe und der Zahl der Läsionen erkennen, ob mit einer Therapie begonnen werden sollte.

EDSS-Skala zur Messung einer Behinderung

Zur Messung einer Behinderung entwickelte der Neurologe John Kurtzke 1983 die EDSS-Skala (Expanded Disability Status Scale). Bei der Untersuchung von MS-Patienten bewerten Parameter vom Grad 0,0 bis 10 u.a. die Sehfunktion, die Motorik und das Gehvermögen.

Erste MS-Therapien können die Erkrankung nicht heilen, aber sie können MS-Zeichen und Symptome kontrollieren. In den 1990er Jahren wurden dafür erstmalig verschiedene injizierbare Arzneimittel zur Reduktion der Schubrate, z.B. bei Patienten mit schubförmiger MS (RMS – die häufigste Form der MS) zugelassen. Seitdem sind weitere Arzneimittel auf den Markt gekommen, die die Behinderungsprogression verlangsamen. Die meisten neuen Arzneimittel richten sich mit verschiedenen Wirkmechanismen und Verabreichungsarten gegen die Funktion der T-Zellen als primäres Wirksamkeitsprinzip. Trotz der Erfolge gibt es keine zugelassenen Therapien für die primär progrediente Form der MS.

„Die schubförmig remittierende Multiple Sklerose (RRMS) macht 85 % der Fälle im frühen Stadium aus. Charakteristisch sind abgesetzte Schübe, die sich im Allgemeinen über Tage oder Wochen entwickeln (selten über Stunden). Oft kommt es im Verlauf der folgenden Wochen oder Monate zur kompletten Remission.“ (Harrisons) Die primär-progrediente MS ist von Beginn an voranschreitend ohne Erkrankungsschübe.

Bis heute geht die Suche nach Innovationen weiter. Es wird intensiv nach Therapiemöglichkeiten und der Erkrankung der MS geforscht. Die neusten Erkenntnisse unterstreichen die wichtige Rolle der B-Zellen beim Fortschreiten der MS.

Quellen:
•    https://www.roche.de/
•    http://www.apotheken-umschau.de/
•    http://www.multiple-sklerose-rw.de/
•    http://www.msundich.de/
•    Harrisons Innere Medizin, Band 3