Buchbesprechung

Die Geschichte einer Herztransplantation

Vor 50 Jahren gelingt dem südafrikanischen Arzt Christian Barnard eine Sensation: Er transplantiert einem herzkranken Mann ein neues Herz.

Buchbesprechung

Ein vielschichtiges Buch, das sich liest wie ein Krimi

In den folgenden Jahrzehnten verfeinern Ärzte diese Technik. Tausende Menschen weltweit haben seither dank einer Herztransplantation überlebt. Auch die inzwischen verstorbene Journalistin Ursula Lebert. Ihre Söhne, die „Zeit“-Journalisten Andreas und Stephan Lebert, haben gemeinsam mit dem Chirurgen Bruno Reinart und der Journalistin Elke Reichart die Geschichte ihrer Herztransplantation geschrieben. Das vielschichtige Buch, das sich liest wie ein Krimi, beschreibt Lebensstationen des bekannten Herzchirurgen Bruno Reichart, dem als erstem Arzt in Deutschland eine Herz-Lungen-Transplantation gelang und der auf Vorschlag von Christian Barnard die Leitung der Chirurgischen Abteilungen für Herz- und Lungenerkrankungen am Groote Schuur Hospital in Kapstadt übernahm, bis er 1990 nach München zurückkehrte. Es geht gleichzeitig aber auch um die ganz persönliche Geschichte der Herztransplantation von Ursula Lebert, und nicht zuletzt wird das Buch durch einen informativen Teil abgerundet, in dem Reichart in einem Interview unter anderem über die Probleme des Organmangels und die Zukunft der Organtransplantation berichtet.

Herzensangelegenheiten – Bruno Reichart, unsere Mutter und die Geschichte der Herztransplantation. Von: Andreas Lebert, Stephan Lebert, Bruno Reichart, Elke Reichart, 2017, Fischer Taschenbuch, ISBN: 978-3-596-29907-2, Preis: 16,99 Euro

 

Entnommen aus MTA Dialog 2/2018