G20-Gesundheitsministertreffen

Die Bekämpfung globaler Gesundheitsgefahren

Im Mittelpunkt des G20-Gesundheitsministertreffens unter dem Motto "Together Today for a Healthy Tomorrow - Joint Commitment for Shaping Global Health" stand die Bekämpfung globaler Gesundheitsgefahren.

Gesundheitsministertreffen

Teilnehmer des G20-Gesundheitsministertreffens | BMG/Michael Gottschalk (photothek)

Auf Einladung von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe fand am 19. und 20. Mai in Berlin das erste Treffen der Gesundheitsministerinnen und -minister der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) statt. Im Mittelpunkt der zweitägigen Tagung unter dem Motto "Together Today for a Healthy Tomorrow - Joint Commitment for Shaping Global Health" stand die Bekämpfung globaler Gesundheitsgefahren. Außerdem wurde die "Berliner Erklärung der G20- Gesundheitsminister" verabschiedet.

“Dass die globale Gesundheit zum festen Bestandteil auf der Tagesordnung der G20 wird, ist ein starkes Signal, das heute von Berlin ausgeht. Es ist ein wichtiger Durchbruch im Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen, dass alle G20-Staaten zugesagt haben, bis Ende 2018 mit der Umsetzung Nationaler Aktionspläne zu beginnen, sich für eine Verschreibungspflicht stark machen und die Forschung vorantreiben wollen. Gleichzeitig werden wir die Anstrengungen zur Unterstützung ärmerer Staaten ausbauen – dazu gehört auch der Zugang zu bezahlbaren Arzneimitteln“, sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe.

Um auf künftige Gesundheitskrisen besser vorbereitet zu sein, haben die G20-Gesundheitsministerinnen und -Gesundheitsminister im Rahmen des Treffens gemeinsam mit Vertretern der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Weltbank, den Ernstfall eines grenzüberschreitenden Krankheitsausbruches erprobt. In "Anycountry", einem modellhaften Land mit geringem Einkommen, bricht eine tödliche Krankheit aus, die sich über die Atemwege überträgt und droht, sich weltweit auszubreiten. Bei der Krisenübung wurden die Informationsflüsse und Entscheidungswege auf den Prüfstand gestellt. Wie kann sichergestellt werden, dass gefährliche Krankheitsausbrüche durch die betroffenen Staaten zeitnah gemeldet werden? Wie kann die internationale Hilfe zügiger bereitgestellt werden? Was können die G20 tun, um globale Gesundheitskrisen schnell einzudämmen? Und wie kann die Weltgesundheitsorganisation gestärkt werden?

Antibiotika-Resistenzen

Mit rund vier Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Gesundheit sieben Projekte im Förderschwerpunkt "Antibiotika-Resistenzen und nosokomiale Infektionen".

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Thema der G20-Gesundheitsministerkonferenz war zudem die Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen. Antibiotika-Resistenzen sind eine der größten Bedrohungen für die globale Gesundheit. Sie betreffen Industrienationen und Entwicklungsländer gleichermaßen. Eine der wichtigsten Maßnahmen sind Nationale Aktionspläne zur Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen, wie sie auch im Globalen Aktionsplan der WHO zur Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen gefordert werden.

Quelle: 20.05.2017
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