Datenauswertung des ALM e.V.

COVID-19: Steigende Zahl an Neuinfektionen

Auch in der zurückliegenden Woche (KW 31, 02.08.–08.08.2021) setzt sich der Trend der steigenden Positivrate bei den SARS-CoV-2-PCR-Befunden fort. Diese liegt nun bei 4,1 Prozent (Vorwoche 3,1 Prozent).

PCR-Tests

Der Zeitbedarf bis zum Vorliegen eines Befundes bei der PCR-Untersuchung ist laut ALM weiterhin gering | tilialucida –stock.adobe.com

Sommerbedingt wird mit 503.716 SARS-CoV-2-PCR-Tests weiterhin auf eher niedrigem Niveau getestet (-2,0 Prozent zu KW 30). Das ergibt sich aus den Ergebnissen der wöchentlichen Datenerhebung zum SARS-CoV-2-Testgeschehen der Akkreditieren Labore in der Medizin – ALM e.V., an der 178 Labore teilgenommen haben. Insgesamt fielen 20.568 PCR-Befunde positiv aus (Vorwoche: 15.787). Weiterhin bleibt die Auslastung der Labore mit etwa 26 Prozent der insgesamt verfügbaren PCR-Tests niedrig. „Wir als fachärztliche Labore sind mit Blick auf das zunehmende Infektionsgeschehen in Deutschland auf einen wieder erhöhten PCR-Testbedarf gut vorbereitet, auch was präventive Testungen von vulnerablen Gruppen wie Kindern, die noch kein Impfangebot bekommen können, oder Personen in Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie in Krankenhäusern, betrifft“, sagt der Erste Vorsitzende des ALM e.V., Dr. Michael Müller.

Die Suche nach den vermehrt auftretenden SARS-CoV-2-Varianten B.1.1.7 und B.1.351, nach denen nun mittels Vollgenomsequenzierung und auf spezifische Mutationen ausgerichtete PCR-Untersuchungen gefahndet wird, fordert die Labore besonders.

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„Auch wenn die Testzahlen im Moment gerade noch zurückgehen, erwarten wir doch spätestens zum Ende der Sommerferien in allen Bundesländern wieder einen steigenden medizinischen Bedarf an Testungen bei Personen mit Symptomen und auch zur Nachverfolgung der Kontaktpersonen neben dem weiterhin notwendigen Umfang an präventiven Testungen“, so Dr. Michael Müller. Der Facharzt für Laboratoriumsmedizin macht erneut auf die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Testung aufmerksam. Danach sollen Personen mit Symptomen, auch bei Auftreten von milden Beschwerden oder bei unspezifischen Erkältungssymptomen, sich immer an ihren Haus- oder Facharzt wenden.

Menschen mit Symptomen sollten sich immer mittels PCR testen lassen

„Um alle relevanten Infektionen sicher zu erkennen, sollten sich Menschen mit Symptomen jeder Schwere, auch wenn sie geimpft sind, immer mittels PCR testen lassen“, erklärt Müller. Das gelte auch für unspezifische Erkältungssymptome, da die leichter übertragbare und nun das Infektionsgeschehen dominierende Delta-Variante im Krankheitsbild etwas anders verlaufen kann. „So können wir dafür Sorge tragen, dass sich andere Menschen besser vor einer Infektion schützen können“, so Müller. Der Zeitbedarf bis zum Vorliegen eines Befundes bei der PCR-Untersuchung ist laut ALM weiterhin gering: „Die meisten fachärztlichen Labore können die Ergebnisse in der Regel am gleichen Tag der Probenentnahme übermitteln und im positiven Fall sofort die Untersuchung auf das Vorliegen der Delta-Variante vornehmen.

Darüber hinaus bleibe es auch in der Sommer- und Reisezeit wichtig, sich selbst gut vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 zu schützen. Neben der Impfung blieben die bekannten Verhaltensempfehlungen (Kontaktreduktion, Abstand, Hygiene, Masken tragen, Lüften in Innenräumen, Nutzen der Corona-Warn-App) wichtig, denn Sie schützten auch vor der Verbreitung der SARS-CoV-2-Varianten. „Wenn möglichst viele Bürgerinnen und Bürger geimpft sind und wir alle gut auf uns und unsere Mitmenschen achten, können wir die weitere Ausbreitung von SARS-CoV-2 eindämmen“, so der Appell des ALM-Vorsitzenden.


Quelle: ALM, 10.08.2021