CoronavirusGesundheitspolitik

Corona: Kritik am Impfmanagement des Gesundheitsministeriums

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Für Personen unter 30 Jahren wird der Einsatz des Impfstoffs von BioNTech empfohlen. Für alle Menschen über 30 Jahre sind beide derzeit verfügbaren mRNA-Impfstoffe gleichermaßen sehr gut geeignet. penofoto.de – stock.adobe.com
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Mehrere Ärzteverbände rufen alle Ungeimpften dringend auf: Lassen Sie sich jetzt impfen! Gleichzeitig üben sie Kritik am Impfmanagement des Bundesgesundheitsministeriums.

Die Bundesärztekammer, der Hartmannbund, der Hausärzteverband, der NAV-Virchow-Bund, der Spitzenverband Fachärzte Deutschland und der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Prof. Dr. Thomas Mertens, appellieren an alle bereits zweifach Geimpften, jetzt mit einer Auffrischungsimpfung für einen optimalen Impfschutz zu sorgen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Booster-Impfung für alle Menschen ab 18 Jahren, insbesondere und dringlichst für ältere Menschen, für Heimbewohner, Gesundheits- und Pflegepersonal sowie Menschen mit Vorerkrankungen und Immundefizienz. Die Auffrischimpfung soll in der Regel sechs Monate nach der Grundimmunisierung verabreicht werden. Für Personen unter 30 Jahren wird der Einsatz des Impfstoffs von BioNTech empfohlen. Für alle Menschen über 30 Jahre sind beide derzeit verfügbaren mRNA-Impfstoffe gleichermaßen sehr gut geeignet.

Kommunikation sei das größte Problem in der Pandemie: „Die überraschende Kontingentierung des Bundesgesundheitsministeriums für den Impfstoff von BioNTech auf 30 Dosen pro Woche stellt die Arztpraxen vor einen kaum leistbaren organisatorischen Mehraufwand. Statt wie bisher in Sechsergruppen müssen Patientinnen und Patienten jetzt in Zwanzigergruppen einbestellt und terminlich koordiniert werden. Hinzu kommt der zusätzliche Beratungsbedarf, vor allem aufgrund des Wechsels zu einem anderen Impfstoff“, kritisieren die Verbände.

Laienverständliche, mehrsprachige Informationen

Um die Impfkampagne nicht zu bremsen, wäre es ratsam, den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten eine größere Menge des Impfstoffs von BioNTech zur Verfügung zu stellen und Impfzentren und mobile Impfteams bevorzugt mit dem Impfstoff von Moderna zu beliefern. „Im Übrigen rufen wir alle Verantwortlichen erneut dazu auf, die Bevölkerung weiter schnell, zuverlässig und verständlich über das Pandemiegeschehen zu informieren. Es bedarf breit angelegter Informationskampagnen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sowie der Krankenkassen zu der Notwendigkeit von Impfungen, zur Wirksamkeit und Sicherheit der zugelassenen Impfstoffe und zu bestehenden Impfangeboten.

Laienverständliche, mehrsprachige Informationen über Auffrischungsimpfungen in Hörfunk- und TV-Spots, in Social-Media Postings sowie in individuellen Versichertenanschreiben der Krankenkassen könnten Wissenslücken in der Bevölkerung schließen und gezielt verbreitete Fake-News richtigstellen.


Quelle: BÄK, 22.11.2021

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