Forderung der Bundesärztekammer

Corona-Bevölkerungstests nach britischem Vorbild

Die Bundesärztekammer fordert eine gründlichere Erfassung der Infektionslage in Deutschland. Wissenschaftliche Erkenntnisse über das Ansteckungsrisiko in den Schulen seien nach wie vor nicht eindeutig.

 

Corona in Schulen

Ab einem Schwellenwert von 165 sollen die Schulen wieder in Distanzunterricht gehen. | Oksana Kuzmina - stock.adobe.com

„Wir brauchen endlich repräsentative Bevölkerungstests auf das Coronavirus, wie es sie zum Beispiel in Großbritannien schon lange gibt“, sagte Bundesärztekammerpräsident Dr. Klaus Reinhardt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (22. April 2021). Nur so ließen sich die Corona-Eindämmungsmaßnahmen auf eine valide wissenschaftliche Grundlage stellen. Wissenschaftliche Erkenntnisse über das Ansteckungsrisiko in den Schulen etwa seien nach wie vor nicht eindeutig.

z Corona-Schnelltests

Die „Unstatistik des Monats“ von Gerd Gigerenzer, Walter Krämer, Katharina Schüller und Thomas K. Bauer zeigt, wie die aktuelle Inzidenz Ergebnisse und Aussage von Schnelltests verändert. Sie kann helfen, rationale Entscheidungen zu treffen, gerade bei den von manchen Politikern geforderten Massen-Schnelltests.

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„Wenn die Inzidenz unter Jugendlichen steigen sollte und sie nach den Schulschließungen oder in den Ferien wieder sinkt, kann das natürlich auch mit den massenhaften Schnelltestungen zusammenhängen, die seit einigen Wochen Voraussetzung für den Präsenzbetrieb sind“, so Reinhardt. „Wir wissen es einfach nicht genau.“ Der Bundestag hatte am Mittwoch die bundesweite Corona-Notbremse beschlossen. Die Regelungen sind an Inzidenzwerte geknüpft. Ab einem Schwellenwert von 165 sollen die Schulen wieder in Distanzunterricht gehen.


Quelle: BÄK, 22.04.2021