Premium Labordiagnostik

Biomarker bei Hämostasestörungen (Teil 2)

Der mit Abstand wichtigste Aktivierungsmarker in der Hämostase ist heute D-Dimer. D-Dimer entsteht, wenn durch FXIIIa quervernetztes Fibrin als Reaktionsprodukt einer abgelaufenen Gerinnung durch Plasmin (Fibrinolyse) wieder in lösliche Bestandteile aufgespalten wird

Einzelne wichtige Biomarker der Hämostase

Abb. 3: Bildung von Fibrin durch Thrombin (Bildung von FM), Quervernetzung durch FXIIIa und Auflösung durch Plasmin erzeugt D-Dimer (und verschiedene andere, hier nicht gezeigte Fibrinspaltprodukte).

Zusammenfassung

Biomarker sind ein wichtiger Teil der Hämostasediagnostik im Labor. Viele dieser Biomarker wie z. B. D-Dimer (quervernetzte Fibrinspaltprodukte) liefern eine Information über den Aktivierungszustand der Hämostase des Patienten in vivo. Konzentrationsveränderungen dieser Marker belegen eine gesteigerte (oder verminderte) Bildung von Thrombin, eine Aktivierung von Thrombozyten oder der Fibrinolyse. Solche pathophysiologischen Prozesse finden sich nicht nur bei Patienten mit Thrombosen. Daher eignen sich diese Biomarker auch eher zum Ausschluss von Thrombosen oder zum Monitoring der Therapie und weniger zur Diagnose. In der Routine finden Immunoassays breite Verwendung. Andere Techniken wie chromogene oder Gerinnungstests oder
gelegentlich Flowzytometrie werden auch verwendet, insbesondere dann, wenn die Methoden automatisiert zur Verfügung stehen, so dass die Ergebnisse unmittelbar für therapeutische Entscheidungen verwendet werden können.

 

Entnommen aus MTA Dialog 03/2014

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