Vermehrt Treffen mit Freunden und Familie

BfR-Corona-Monitor: Tendenz zu mehr Kontakten

Die Befragung des BfR zur Risikowahrnehmung zeigt, dass die Anzahl derer, die angeben, ihr Zuhause seltener zu verlassen, in den letzten Wochen merkbar zurückgegangen ist. Gleichzeitig fühlen sich nur noch 53 Prozent der Befragten sicher/sehr sicher, dass sie sich vor einer Corona-Infektion schützen können.

Maske tragen

Deutliche Mehrheit trägt weiterhin Maske. | © Kzenon - stock.adobe.com

Befragt wurden die Teilnehmer/-innen am 20.-21. Juli. Es waren 1.012 Befragte. Nach fast eineinhalb Jahren Pandemie sind für viele Personen die Maßnahmen zum Schutz vor einer Ansteckung ein fester Bestandteil des Alltags geworden. So geben im aktuellen BfR-Corona-Monitor des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) 96 Prozent der Befragten an, weiterhin eine Maske zu tragen. Auch auf Abstand zu anderen Personen achten weiterhin 75 Prozent. Allerdings lag der Wert im März 2021 bei 87 Prozent. „Die überwiegende Mehrheit der Befragten bewertet sowohl die Abstandsregelung als auch die Quarantänemaßnahmen nach wie vor als angemessen“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Die Anzahl derer, die angeben, ihr Zuhause seltener zu verlassen, ist jedoch in den letzten Wochen merkbar zurückgegangen und liegt derzeit bei 40 Prozent. Nur noch 54 Prozent treffen sich seltener mit Freunden und Familie.“ Und nur 56 Prozent ließen sich zuletzt auf das Coronavirus testen.

Nur noch 53 Prozent fühlen sich sicher/sehr sicher

Die Tendenz zu mehr Kontakten und zunehmenden Aktivitäten außer Haus ist nicht mit einem erhöhten Sicherheitsempfinden verbunden. Obwohl immer mehr Menschen vollständig geimpft sind, fühlen sich laut der aktuellen Erhebung nur noch 53 Prozent der Befragten sicher oder sehr sicher, dass sie sich vor einer Corona-Infektion schützen können. Anfang Juni, als die Infektionszahlen stetig fielen, lag der Anteil noch bei 62 Prozent. Die Akzeptanz der Maßnahmen, mit denen die Verbreitung des Coronavirus eingedämmt werden soll, bleibt trotz der steigenden Impfquote hoch: Die überwiegende Mehrheit der Befragten bewertet beispielsweise die Abstandsregelung (88 Prozent) und Quarantänemaßnahmen (88 Prozent) als angemessen - mit lediglich geringen Unterschieden zwischen den Altersgruppen. Beim Thema Kontaktbeschränkungen sind hingegen Unterschiede erkennbar: 59 Prozent der 40- bis 59-Jährigen halten die Kontaktbeschränkungen für angebracht, in der Gruppe der 14- bis 39-Jährigen finden das 66 Prozent. Dass weiterhin Veranstaltungen abgesagt werden, finden 78 Prozent der Befragten passend. 54 Prozent der Befragten fühlt sich (sehr) gut über das Geschehen zum neuartigen Coronavirus informiert. Gleichzeitig finden 63 Prozent die Berichterstattung in den Medien als angemessen.

Hier geht es zu den Ergebnissen des BfR-Corona-Monitors.


Quelle: idw/BfR