Gesundheitspolitik

Betreuung durch Patientenlotsen empfohlen

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Patientenlotsen können Versorgungsbrüche vermeiden und die Mitwirkung der Versicherten im Behandlungsprozess befördern Böll
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Eine individuelle Betreuung durch sogenannte Patientenlotsen könnte sowohl für die Patientinnen und Patienten als auch die Leistungserbringer vorteilhaft sein. Zu diesem Ergebnis kommt die „Studie zum Versorgungsmanagement durch Patientenlotsen“.

Das Angebot an medizinischen Versorgungs- und Unterstützungsdienstleistungen in Deutschland ist komplex und teilweise unübersichtlich. Insbesondere älteren oder mehrfach sowie chronisch erkrankten Menschen kann es deshalb schwerfallen, sich allein in der Versorgungslandschaft zurechtzufinden. Eine individuelle Betreuung durch sogenannte Patientenlotsen könnte hier sowohl für die Patientinnen und Patienten als auch die Leistungserbringer vorteilhaft sein. Zu diesem Ergebnis kommt die „Studie zum Versorgungsmanagement durch Patientenlotsen“, die im Auftrag der Patientenbeauftragten vom IGES-Institut in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Stefan Huster von der Ruhr-Universität Bochum erstellt wurde. Die Studie gibt auf Basis von Literaturrecherchen, Interviews und Fallbetrachtungen einen Überblick zum Einsatz von Patientenlotsen in verschiedenen Pilotprojekten.

Am 7. März diskutierte die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten, Prof. Dr. Claudia Schmidtke MdB, mit Vertreterinnen und Vertretern des öffentlichen Gesundheitsdienstes, der Selbsthilfe sowie der Krankenkassen und Ärzteschaft über Erfahrungen und Chancen des Einsatzes von Patientenlotsen. Zudem berichteten verschiedene Referenten von ihren praktischen Erfahrungen aus Lotsenprojekten.

Organisation der medizinischen Betreuung

Verschiedene Fachleute betonten auf dem Symposium, dass viele schwer oder chronisch Kranke kaum selbst am Behandlungsprozess mitwirken können. „Oft wissen sie nicht, welche Versorgungsangebote es gibt und wie sie Zugang dazu bekommen. Dies kann dazu führen, dass notwendige Therapien verspätet oder gar nicht stattfinden. Patientenlotsen können an dieser Stelle ansetzen. Sie können dabei helfen, die medizinische Betreuung zu organisieren und einen Überblick über die individuell passenden Versorgungsangebote und die in Betracht kommenden Sozialleistungen geben“, betonte die Patientenbeauftragte, Prof. Dr. Claudia Schmidtke.  

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt Dr. Grit Braeseke vom IGES-Institut. „Patientenlotsen können Versorgungsbrüche vermeiden und die Mitwirkung der Versicherten im Behandlungsprozess befördern. Die Behandlungsergebnisse, die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten und die Wirtschaftlichkeit der Versorgung können mithilfe von Patientenlotsen verbessert werden“, hielt Braeseke fest.


Quelle: Die Beauftragte der Bundesregierung, 07.08.2019

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