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Im Bildungswesen sollte mehr Durchlässigkeit ermöglicht werden. Syda Productions/fotolia
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Das Motto lautete „Berufsbildung attraktiver gestalten – mehr Durchlässigkeit ermöglichen“.

Am 18. und 19. September 2014 fand in Berlin der Kongress des Bundesinstitutes für Berufsbildung, kurz BIBB, statt. Der Kongress richtete sich an Fachvertreter/-innen aus Wissenschaft, Politik und Forschung der grundständigen Ausbildungsberufe in Deutschland. Ein Blick auf die Teilnehmerliste machte jedoch deutlich, dass dieses Thema auch im Ausland auf großes Interesse stößt, z.B. in Vietnam, Mexiko oder Brasilien, um nur einige zu nennen.


Das diesjährige Motto lautete „Berufsbildung attraktiver gestalten – mehr Durchlässigkeit ermöglichen“. Dabei standen die Berufe entsprechend des Berufsbildungsgesetzes (BBIG) im Fokus der Diskussion.
Ziel der deutschen Berufsbildung sollte eine möglichst hohe Flexibilität der Bildungsgänge sein, um einen Wechsel und eventuell einen Aus- und späteren Wiedereinstieg in das System zu ermöglichen. Der Schwerpunkt beruflicher Bildung liege auf dem Outcome, nicht den Lernwegen oder Curricula. Gleichzeitig wurde betont, dass der Begriff Durchlässigkeit nicht gleichbedeutend sei mit Beliebigkeit und eine Verwischung der beruflichen Profile nicht die Folge sein dürfe. Gleichwertigkeit sei nicht Gleichartigkeit.


An einer Podiumsdiskussion nahmen neben Bildungsministerin Frau Prof. Dr. Wanka und Frau Sylvia Löhrmann, Vorsitzende der Kultusministerkonferenz (KMK), auch Herr Prof. Dr. Hippler (Vorsitzender der Hochschulrektorenkonferenz) und Prof. Dr. Marquardt (Vorsitzender des Forschungszentrums Jülich) sowie Herr Ralph Linde (Leiter der Volkswagen Group Academy) teil. Dabei wurde diskutiert, dass Signale des Arbeitsmarktes, wie z.B. Entlohnung und Wertschätzung der geleisteten Arbeit fehlen, um die Berufsbildung attraktiv zu gestalten. Nach Ansicht der Teilnehmer sei Bildung nicht gleichzusetzen mit Aufstieg.


Nach Ansicht von Frau Löhrmann setzt die berufliche Orientierung an den allgemeinbildenden Schulen zu spät ein und insbesondere die Gymnasien müssten mehr in den Fokus der dualen Berufswerbung rücken.


In verschiedenen Vorträgen wurde deutlich, dass eine Anbindung der grundständigen Berufsausbildung an die Hochschulen Ausbildungsgänge attraktiver macht. Um das zu ermöglichen und zeitgleich die Wertigkeit der beruflichen Bildung zu erhöhen, sei jedoch eine akademische Lehrerbildung in allen Bereichen unumgänglich, sind sich die Experten einig.


Darüber hinaus wurden aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt. Diese sind, z.T. kostenpflichtig, auf der Seite des Bundesinstitutes für Berufsbildung (BIBB) einseh- bzw. abrufbar.

Tina Hartmann

31.10.2014

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