Therapie von Herzinsuffizienz

Auszeichnung für überregionales Zentrum

Das Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen wird als eine der ersten Kliniken in Deutschland als Kompetenzzentrum zur Behandlung von Herzschwäche ausgezeichnet. Prof. Dr. Horstkotte und Prof. Dr. Gummert nahmen die Auszeichnung entgegen.

Prof. Dr. Dieter Horstkotte und Prof. Dr. Jan Gummert

Prof. Dr. Dieter Horstkotte und Prof. Dr. Jan Gummert nehmen die Auszeichnung entgegen | © Armin Kühn

Die Fachgesellschaften für Kardiologie und Herz-Kreislaufforschung (DKG e.V.) sowie für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG e.V.) zeichnen das Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen als Kompetenzzentrum für Herzschwäche aus. Herzschwäche oder „Herzinsuffizienz" ist einer der häufigsten Gründe für Krankenhausaufnahmen. Mehr als 10 Millionen Menschen sind schätzungsweise in Europa betroffen. Zunächst kaum spürbar und später mit stetig nachlassender Herzleistung gekennzeichnet, tritt die komplexe Erkrankung in den meisten Fällen erst im höheren Lebensalter auf. Sie kann zu gravierenden Begleiterscheinungen weiterer Organe wie der Lunge oder der Niere führen. Für Diabetes-Patienten besteht ein zwei- bis sechsfach erhöhtes Risiko, an einer Herzschwäche zu erkranken.

Hervorragende ärztliche und pflegerische Versorgung

Die steigende Zahl der Patienten und die erforderlichen interdisziplinären Versorgungsstrukturen machen eine einheitliche Behandlung der akuten und chronischen Herzinsuffizienz erforderlich. Um hier einheitlich zu arbeiten und die Abläufe qualitätsorientiert zu verbessern, haben die Fachgesellschaften der DKG und der DGTHG Ende des vergangenen Jahres gemeinsame Empfehlungen zum Aufbau und zur Organisation entsprechender Netzwerke („Heart Failure-NETs") und Herzinsuffizienz-Einheiten („Heart Failure Units") vorgelegt.

Kardiologie

Herzspezialisten sprechen sich für den organisatorischen Zusammenschluss der verschiedenen Leistungsträger in neu zu etablierenden Herzinsuffizienz-Netzwerken aus.

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Das Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW) in Bad Oeynhausen hat als eine der ersten Kliniken die formulierten Maßstäbe nachweislich erfüllt und wurde hierfür offiziell ausgezeichnet. Zukünftig darf es sich nun „Überregionales Zentrum zur Behandlung von Herzinsuffizienz" (HFU-Zentrum) nennen. Das besondere Lob galt der hervorragenden fachärztlichen und pflegerischen Versorgung in den Kliniken der Kardiologie unter der Leitung von Prof. Dr. Dieter Horstkotte und der Throax- und Kardiovaskularchirurgie unter Prof. Dr. Jan Gummert. Vor allem aber die interdisziplinäre Organisation der Behandlungsverfahren einschließlich der psychologischen Betreuung und Physiotherapie auch von mobilen Patienten und die hochmodernen Überwachungseinheiten haben überzeugt.

Fazit des DKG und DGTHG

„Das HDZ NRW ist als große Fachklinik und universitäres Krankenhaus Maximalversorger in der Herz- und Gefäßchirurgie. Es bietet alle Therapieverfahren für Herzinsuffizienzpatienten mit exzellenter Expertise und in großen Fallzahlen an. Im Bereich der Therapieverfahren für terminale Herzinsuffizienz (künstliche Herzunterstützung und Herztransplantationen) ist das Herz- und Diabeteszentrum NRW europaweit führend. Die organisatorische Struktur sowie die apparative und bauliche Ausstattung sind sehr überzeugend und beispielhaft. Deshalb empfehlen wir der Zertifizierungskommission uneingeschränkt, das Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen, als überregionales Herzinsuffizienz-Zentrum („Heart Failure Unit“) zu zertifizieren.“

Quelle: Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum - Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen (10. Februar 2017)