Premium Mit dem Fokus auf eine hierzulande vergessene Infektion – die Pest (Teil 2)

Ausbrüche von schweren Infektionskrankheiten

Aus Simbabwe – Binnenland im Süden von Afrika – im Bezirk Nkayi der Provinz Matabeleland Nord wurden im Jahr 1994 insgesamt 329 Pestfälle mit 28 Todesfällen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemeldet. Nach Jahrzehnten ohne Pestfälle sind in jüngster Zeit in Ländern rund um das Mittelmeer erneut Fälle von menschlicher Pest aufgetreten. Endemische Pestfälle betrafen 1994 in Saudi-Arabien 20 Menschen, 7 in Algerien im Jahr 2003, in Libyen im Jahr 2009 – wo der letzte Pestfall 1978 gemeldet wurde – 5 Menschen.

Ausbrüche von schweren Infektionskrankheiten

Yersinia pestis | © CDC/Courtesy of Larry Stauffer, Oregon State Public Health Laboratory, public domain

Zusammenfassung

Der Beitrag informiert im 1. Teil über jüngste Ausbrüche von schweren Infektionskrankheiten. Der 2. Teil legt den Fokus auf endemische Pestausbrüche. In diesem Kontext werden neue Erkenntnisse von Pestausbrüchen zusammengefasst. Aktuelle Klimaveränderungen werden als eine wesentliche Möglichkeit für das gegenwärtige endemische Pestausbruchsgeschehen verantwortlich gemacht. Die potenzielle Gefahr von endemischen Pestepidemien verbleibt auch für die Zukunft in Ländern, wo der Pesterreger enzootisch beheimatet ist.

Schlüsselwörter: Pest, Pestausbrüche, Therapie, Prävention

Abstract

The first part of the article provides information on the latest outbreaks of serious infectious diseases. The second part is dedicated to endemic plague outbreaks. In this context, new findings from plague outbreaks are summarized. Current climate changes are held responsible as a major possibility for the current endemic plague outbreak. The potential danger of endemic plague epidemics remains in countries where the plague pathogen is enzootically resident.

Keywords: Plague, plague outbreaks, therapy, prevention

DOI: 10.3238/MTADIALOG.2021.0384

 

Entnommen aus MTA Dialog 5/2021

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