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Auf dem Weg zu einem besseren Verständnis von Autismus

Neurologie
Sabine Päuser
Auf dem Weg zu einem besseren Verständnis von Autismus
© imaginando – stock.adobe.com
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Die Mediziner von kinder- und jugendpsychiatrischen Kliniken haben seit geraumer Zeit eine Zunahme von Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) feststellen müssen. Gingen sie vor 50 Jahren noch von einer Häufigkeit von 4 Betroffenen unter 10.000 Kindern aus, wurde vor 10 Jahren in der Literatur schon von 5–10 Fällen von klassischem Autismus pro 10.000 Kindern und von 60–65 Fällen pro 10.000 berichtet, wenn alle Fälle an ASS mit einbezogen wurden, das heißt alle Formen von Autismus mit und ohne starke geistige Behinderung.

Zusammenfassung

Bei Menschen mit Autismus ist die Wahrnehmungsverarbeitung anders, weil ihre Netzwerke im Gehirn anders funktionieren. Die Synapsen sind meist schwächer und die beiden Hirnhälften scheinen weniger gut miteinander verbunden zu sein. Der Preis, den die Betroffenen dafür zahlen, reicht von einer erschwerten Kontaktaufnahme zu anderen Menschen bis hin zur Unfähigkeit, ein Leben ohne Anleitung zu führen. Lange dominierte die Suche nach genetischen Ursachen die Forschung. Mittlerweile ist klar, dass Autismus-Spektrum-Störungen in der Mehrzahl der Fälle die Konsequenz komplizierter Wechselwirkungen zwischen genetischen Prädispositionen und Umweltfaktoren sind.

Schlüsselwörter: Autismus-Spektrum-Störungen, Vitamin D, Folatrezeptor-alpha-Autoantikörper

Abstract

People with autism process perceptions in a different way, because their networks in the brain work differently. Their nerve junctions, or synapses, are often weaker than normal. The two sides of the brain seem to be less well connected to each other. The price paid by those affected ranges from difficulty establishing contact with other people to inability to live an independent life. For a long time, the search for genetic causes dominated research. Now it is clear that autism spectrum disorders are in the majority of cases the consequence of complicated interactions between genetic predisposition and environmental factors.

Keywords: Autism Spectrum Disorder, vitamin D, folate receptor alpha autoantibodies

DOI: 10.3238/MTADIALOG.2021.0868

Entnommen aus MTA Dialog 11/2021

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