SARS-CoV-2-PCR-Tests

ALM e.V.: Deutliche Zunahme der Positivrate

Die Datenauswertung der Akkreditierten Labore in der Medizin zur SARS-CoV-2-PCR-Testung in KW 13 ergibt eine Steigerung der Positivrate auf 11,3 Prozent (Vorwoche: 9,5). Gleichzeitig hat sich B.1.1.7 durchgesetzt, der Anteil liegt bundesweit bei über 80 Prozent der diagnostizierten Fälle.

SARS-CoV-2-PCR-Tests

Weiterhin deutliche Zunahme der Positivrate an SARS-CoV-2-PCR-Tests | Romolo Tavani, stock.adobe.com

Auch wenn einige die sinkenden Infektionszahlen des RKI aufgrund der Feiertage schon als positives Signal werten wollen, gibt der ALM e.V. zu bedenken, dass sich der Trend der vergangenen Wochen fortsetzt: Die Zahl der SARS-CoV-2-Neuinfektionen bleibe weiterhin hoch und die britische Variante B.1.1.7 habe sich durchgesetzt - ihr Anteil liege bundesweit bei über 80 Prozent der diagnostizierten Fälle, regional teilweise noch deutlich darüber. Die Positivrate stieg in der KW 13 auf 11,3 Prozent (Vorwoche: 9,5), so der Verband.

Wie erwartet, ging die Zahl der Tests in der Osterwoche zurück. In der Karwoche sackte im Vergleich zur Vorwoche die Zahl der SARS-CoV-2-PCR-Tests um rund 18 Prozent auf 1.050.115 ab. Insgesamt seien 118.945 Menschen positiv auf das Vorliegen einer Coronainfektion getestet worden (Vorwoche: 121.982). Das zeigt die Auswertung der Akkreditierten Labore in der Medizin - ALM e.V.

Zu lockerer Umgang mit der Pandemie

Besorgt sieht der 1. Vorsitzende des ALM e.V., Dr. Michael Müller, den mancherorten allzu lockeren Umgang mit der Pandemie: „Gerade in der jetzigen Phase der Pandemie, verbunden mit der rasanten Ausbreitung der britischen Variante, ist es ganz wichtig, dass wir nicht müde werden, die AHA + L-Regeln einzuhalten.“ Man habe es durchaus mit einer zweiten Pandemie zu tun, die nicht uneingeschränkt mit der 1. Welle im Frühjahr 2020 vergleichbar sei, sagt auch Vorstand Nina Beikert: „Wir haben es selbst in der Hand, wie sich die Pandemie weiterentwickelt. Neben der Verstärkung der Impfanstrengungen und der konsequenten Umsetzung der Nationalen Teststrategie mit breiter und niedrigschwelliger Testung sollten wir alle unseren Teil dazu beitragen und möglichst unsere Kontakte reduzieren, konsequent Abstand halten und Maske tragen.“

Schnelltest kein Freibrief

Die Akkreditierten Labore in der Medizin betonen erneut, dass die SARS-CoV-2-Antigentests und auch die Selbsttests eine gute und wichtige Ergänzung zur SARS-CoV-2-Diagnostik im fachärztlichen Labor sein können. Es müsse allerdings ganz klar kommuniziert werden, dass diese Tests kein Freibrief für Lockerungen sein können. „Antigentests sind und bleiben Momentaufnahmen, die lediglich am Untersuchungstag Gültigkeit haben“, gibt Vorstand Wolf Kupatt zu bedenken. Die Getesteten sollten deshalb lernen, verantwortlich damit umzugehen. Positive Ergebnisse von Schnell- oder Selbsttests müssen auf jeden Fall mit PCR-Diagnostik bestätigt und entsprechend konsequent gehandhabt werden. Vieles werde davon abhängen, ob wir es schaffen, in dieser schwierigen Phase der Pandemie Geduld zu bewahren, bis die Impfkampagne so in Schwung komme, dass man wieder auf mehr Normalität hoffen könne, so der Verband.

Quelle: ALM e.V.