Gesundheitspolitik

„Alkohol ist ein echtes Problem“

Drogen- und Suchtbericht 2018
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Drogen- und Suchtbericht
Alkohol wird in Deutschland noch deutlich zu viel und vor allem viel zu gedankenlos getrunken. berekin - iStock
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Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, hat den neuen Drogen- und Suchtbericht vorgestellt. Mortler sieht bei den neuen Produkten wie E-Zigaretten, Wasserpfeifen und Co. einen klaren Aufwärtstrend, sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen.  

Der aktuelle Drogen- und Suchtbericht ist eine umfassende Bestandsaufnahme zur Verbreitung des Suchtmittelkonsums in Deutschland und gibt einen Überblick über alle neuen gesetzlichen Regelungen und Projekte im Themenfeld Drogen und Sucht.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler: „Während es weiter positive Entwicklungen bei den Kindern und Jugendlichen beim Tabak- und Alkoholkonsum zu verzeichnen gibt, sehen wir bei den neuen Produkten wie E-Zigaretten, Wasserpfeifen und Co. einen klaren Aufwärtstrend, sowohl bei Jugendlichen als auch bei den Erwachsenen. Hier müssen wir das Präventionsangebot weiter ausbauen. Auch Alkohol wird in Deutschland noch deutlich zu viel und vor allem viel zu gedankenlos getrunken. Das müssen wir ändern, denn für viele bedeutet Alkohol ein echtes Problem.“

Durch die Folgen des Alkoholkonsums entstehen pro Jahr volkswirtschaftliche Kosten in Höhe von knapp 40 Milliarden Euro. Jeder sechste in Deutschland trinkt Alkohol in einem gesundheitlich schädlichen Ausmaß. Auch der Cannabiskonsum bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen stieg leicht an.

Erweiterung des gesamtgesellschaftlichen Bewusstseins

Mortler: „Der neue Drogen- und Suchtbericht zeigt deutlich, vor welchen Herausforderungen wir in Deutschland im Bereich Suchtmittelkonsum stehen, aber auch, wie viel wir bei Prävention und Gesetzgebung bisher erreicht haben. Ob Cannabis als Medizin, das Präventionsgesetz oder die Novellierung des Substitutionsrechtes – all diese Schritte waren richtig und wichtig für unser Land. Jedoch können wir noch nicht sagen: Wir sind am Ziel. Ich will weniger Alkoholkonsum, weniger Drogentote, weniger Raucher und mehr Hilfe für Kinder aus suchtbelasteten Familien!“

Die Drogenbeauftragte rief dazu auf, Drogen- und Suchterkrankungen nicht ausschließlich in Fachkreisen zu diskutieren. Ziel muss es sein, das gesamtgesellschaftliche Bewusstsein für dieses Thema zu erweitern und aufzuzeigen, dass Sucht Auswirkungen auf nahezu alle Lebenswelten hat. Ob Wirtschaft, Sport, Medien oder Kommune: Suchterkrankungen stellen nicht nur die Betroffenen und deren Angehörige, sondern Deutschland insgesamt vor Herausforderungen.


Quelle: Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, 18.10.2018

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