Krebsentstehung und Behandlung

AIO-Auszeichnung für innovative Arbeiten

Innovativste klinische Studie in der soliden Onkologie

Mit drei weiteren deutschen Kollegen aus Heidelberg, Oldenburg und Frankfurt erhält Wilfried Eberhardt zugleich auch den Preis für die „Innovativste klinische Studie in der soliden Onkologie“. Die AIO Jury würdigte damit die gemeinsame Konzeption und Leitung der CRISP-Registerstudie bei fortgeschrittenem Nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom. Mehr als 8.000 Patienten in Deutschland sollen in den nächsten sechs Jahren hinsichtlich Therapieverlaufs, Diagnostik und Lebensqualität analysiert werden.

Auch Prof. Dr. Martin Schuler, Direktor der Inneren Klinik (Tumorforschung) des Universitätsklinikums Essen und Sprecher des DKTK-Partnerstandorts Essen/Düsseldorf freut sich über diese Auszeichnungen: „Die Würdigung der herausragenden Forschungsleistungen zweier Wissenschaftler unseres Standorts bestätigt die Strategie, am Universitätsklinikum Essen experimentelle und klinische Krebsforschung zum Nutzen der Patienten zu verbinden. Dies ist Prof. Siveke und Dr. Eberhardt in beispielhafter Weise gelungen.“

Der Preis wurde im Rahmen des 13. AIO-Herbstkongresses innerhalb der Deutschen Krebsgesellschaft am 18. November in Berlin verliehen. Mit dem AIO-Wissenschaftspreis werden jährlich innovative Arbeiten auf dem Gebiet der Internistischen Onkologie zu den Themen Pathogenese, Pathophysiologie, diagnostische und prognostische Faktoren sowie Therapie maligner, solider Tumoren ausgezeichnet. Weitere Informationen zum Wissenschaftspreis unter www.aio-portal.de. (idw, red)

* Das Deutsche Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK) ist eine gemeinsame, langfristige Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der beteiligten Bundesländer und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und wurde als eines der sechs Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZGs) gegründet. Im DKTK verbindet sich das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) als Kernzentrum langfristig mit onkologisch besonders ausgewiesenen universitären Partnerstandorten und Kliniken in Deutschland. Mit dem DKFZ kooperieren Forschungseinrichtungen und Kliniken an Standorten Berlin, Dresden, Essen/Düsseldorf, Frankfurt/Mainz, Freiburg, Heidelberg, München und Tübingen, um optimale Bedingungen für die kliniknahe Krebsforschung zu schaffen. Das Konsortium fördert interdisziplinäre Forschungsthemen an der Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung und Klinik, sowie klinische Studien zu innovativen Therapie- und Diagnoseverfahren. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Aufbau von Forschungsplattformen, um den Einsatz personalisierter Krebstherapien zu beschleunigen und die Diagnose und Prävention von Krebserkrankungen zu verbessern.