Premium Eine Einschätzung aus der Sicht einer leitenden MTLA im Zentrallabor

Ältere Arbeitnehmer leisten gleich viel wie die Jungen – brauchen nur mehr Pausen!

Wenn wir der Frage nachgehen, ob ältere Arbeitnehmer gleich viel oder weniger leisten als jüngere Arbeitnehmer, so muss dies differenziert betrachtet werden.

Ältere Arbeitnehmer leisten gleich viel wie die Jungen – brauchen nur mehr Pausen!

© ShutterOK/istockphoto

Welche Belastungen können bei älteren Arbeitnehmern auftreten?

Hierbei sind verschiedene Einflussfaktoren zu betrachten:

  • Schichtwechsel, das heißt unterschiedliche Dienstzeiten, wie zum Beispiel Früh- und Spätdienste, Nacht- und Wochenenddienste. Nachtdienste führen oftmals bei älteren Arbeitnehmern mehr und mehr zu physischen und psychischen Belastungen. Hinzu kommen altersbedingte Beschwerden wie Rückenprobleme, Knieschmerzen, Haltungsschäden und manches mehr.
  • Die Erholungsphase an Wochenenden oder nach Wochenenddiensten wird wichtiger, um sich zu regenerieren.
  • Dabei spielen Belastungen unter hohem Zeit- und Termindruck eine große Rolle, zum Beispiel schnelle Bearbeitung der Proben in bestimmten Zeitintervallen, schnelle Ergebnisermittlung und Befundübermittlung, hoher Probendurchsatz.
  • Neue, komplexe Gerätesysteme oder Änderungen in den Ablauf- und Organisationsprozessen werden von älteren Arbeitnehmern als schwieriger zu verstehen empfunden – sie glauben, dass sie mehr Zeit benötigen, bis sie eingearbeitet sind.
  • Die Einarbeitungszeiten sind aufgrund des ökonomischen Drucks im Gesundheitswesen kürzer, was zu einer psychischen Belastung älterer Arbeitnehmer führen kann, weil sie einen Qualitätsverlust der Laborergebnisse fürchten.
  • Ein stetig steigendes Arbeitstempo mit hoher Verantwortung hat in der Laborarbeitswelt sehr zugenommen und erfordert mehr Pausen und Regenerationszeit.

 

Entnommen aus MTA Dialog 7/2019

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