CoronavirusGesundheitspolitik

20 zusätzliche ECMO-Plätze für NRW

Intensivmedizin
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ECMO-Gerät
Wenn bei COVID-19-Patienten die Lunge versagt, bietet die extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) als externe künstliche Lunge eine Behandlungsoption. Cmenesesoliveira, Public domain, via Wikimedia Commons
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Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann fördert den Aufbau zusätzlicher ECMO-Plätze in Nordrhein-Westfalen zur Stärkung der intensivmedizinischen Versorgung.

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert nach eigenen Angaben bis zu 20 zusätzlich geschaffene ECMO-Plätze (extrakorporale Membranoxygenierung , „künstliche Lungen“) mit einem Zuschuss in Höhe von je 100.000 Euro, einschließlich der erforderlichen Schulungskosten für das Personal. So sollen auch in Zukunft Versorgungsengpässe von ECMO-Plätzen vermieden werden. Zugelassenen Krankenhausträgern wird auf Grundlage einer Billigkeitsrichtlinie des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) die Antragstellung für Fördermittel für den Aufbau zusätzlicher ECMO-Plätze ermöglicht.

Dazu der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Während der COVID-19-Pandemie weltweit wurde ECMO eingesetzt, um schwerstkranke Patienten zu retten, deren Lungenschädigung so schwer ist, dass die normale mechanische Beatmung versagt. In diesen Fällen ist ECMO die allerletzte Chance. Ohne ECMO würden diese Patienten normalerweise versterben. Deswegen wollen wir durch den Aufbau von zusätzlich 20 ECMO-Plätzen die intensivmedizinische Versorgung in der Pandemie und auch über die Pandemie hinaus weiter stärken. In der zweiten und dritten Welle der Coronapandemie waren die in Nordrhein-Westfalen vorhandenen Kapazitäten von ECMO-Plätzen stark ausgelastet. Wir möchten daher den Aufbau von bis zu 20 zusätzlichen ECMO-Plätzen fördern.“

Zum Hintergrund:
 
Wenn bei COVID-19-Patienten die Lunge versagt, bietet die extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) als externe künstliche Lunge eine Behandlungsoption. ECMO ist ein High-Tech-Verfahren, das in der Intensivmedizin immer häufiger bei Betroffenen mit schwerem Lungenversagen eingesetzt wird. Als Unterstützungssystem pumpt es kontinuierlich Blut aus dem Körper des Patienten, reichert es außerhalb des Körpers mit Sauerstoff an und führt es anschließend in den Blutkreislauf zurück. Die Maschine übernimmt teilweise oder vollständig Atemfunktionsleistungen für den Patienten außerhalb seines Körpers. Da der Einsatz dieser „künstlichen Lunge” hochkomplex ist, sind für die Behandlung gut ausgebildete Fachkräfte erforderlich.



Quelle: MAGS, 15.09.2021

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