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103. Deutscher Röntgenkongress ist gestartet

Die Trendthemen Diversity und Nachhaltigkeit im Fokus
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Röntgenkongress 2022
Röntgenkongress 2022 DRG
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Die Deutsche Röntgengesellschaft e.V. (DRG) hat den 103. Deutschen Röntgenkongress gestartet. Noch bis zum 26. Juni 2022 erwartet die Teilnehmer ein umfangreiches Fortbildungs- und Wissenschaftsprogramm.

Neben einer digitalen Kongressstrecke sollen in diesem Jahr auch wieder drei Präsenztage in Wiesbaden vom 25. bis 27. Mai 2022 angeboten werden. Der Kongress steht 2022 unter dem Motto „Vielfalt leben – Zukunft gestalten“. Zu den Schwerpunkten gehören Diversity, Nachhaltigkeit, 50 Jahre Computertomografie und Interventionelle Radiologie. Kongresspräsidentin ist Dr. Kerstin Westphalen, Chefärztin am Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie der DRK Kliniken in Berlin-Köpenick.

2022 - Online und Präsenz

Digitale Fortbildung und fachlicher Austausch in Präsenz – der 103. Deutsche Röntgenkongress will in seinem diesjährigen Programm zwei Kommunikationswege vereinen. „Unser Programm bietet für jede und jeden etwas. Gerade von unseren Schwerpunktthemen werden die Teilnehmenden profitieren“, sagte Kongresspräsidentin Dr. Kerstin Westphalen. „Es ist an der Zeit, dass gesellschaftliche Themen wie Vielfalt und Diversity in der radiologischen Community diskutiert und Erkenntnisse daraus konkret in unserem Arbeitsalltag umgesetzt werden.“ Kerstin Westphalen betonte, dass es für die Radiologie – wie für die Medizin insgesamt – in Zeiten des Fachkräftemangels eine große Chance sei, alle Personalressourcen geschlechts- und herkunftsunabhängig im Sinne einer „Talentförderung“ zu erschließen und nachhaltig zu fördern.

Themen wie Umwelt- und Klimaschutz

Um die Teilnehmer des Kongresses noch stärker für Themen wie Umwelt- und Klimaschutz zu sensibilisieren und gemeinsame Lösungen in der Radiologie zu entwickeln, stehe auch das Thema Nachhaltigkeit im Fokus des Kongresses, so die DRG. „In der Radiologie haben wir einen starken Ressourcenverbrauch und einen hohen Ausstoß klimabelastender CO2-Emissionen. Für unsere Zukunft müssen wir gemeinsam etwas dagegen zu unternehmen“, sagte Westphalen. Daher werde der Deutsche Röntgenkongress diskutieren, wie die Radiologie nachhaltiger werden und entsprechende Konzepte umsetzen könne.

CT Jubiläum im Blick

Der diesjährige Deutsche Röntgenkongress feiert auch ein Jubiläum – die häufig als „Arbeitspferd der Radiologie“ bezeichnete Computertomografie (CT) wurde vor 50 Jahren vom englischen Ingenieur Godfrey N. Hounsfield entwickelt und damit eines der wichtigsten bildgebenden Verfahren. „Ob Untersuchungen der Lunge, des Bauchraums oder des Kopfes – eine CT liefert schnell und präzise wichtige Informationen über Veränderungen oder Verletzungen im Körper“, sagte Westphalen. „Erst die CT hat uns den Weg zu einer modernen Diagnostik und minimalinvasiven Therapie ermöglicht.“ Auf dem diesjährigen Kongress sollen moderne Anwendungsmöglichkeiten der CT, Strahlenexposition, Kontrastmitteleinsatz sowie Innovationen wie das Photon Counting diskutiert werden.

Interventionelle Radiologie als wichtiger Baustein

Die Interventionelle Radiologie sei ein wesentlicher Bereich der Radiologie, weil hier Diagnostikerinnen und Diagnostiker zu (minimal-invasiven) Therapeutinnen und Therapeuten werden. „Interventionell arbeitende Radiologinnen und Radiologen behandeln ihre Patientinnen und Patienten mit modernsten minimal-invasiven und mikrotherapeutischen Eingriffen über Gefäßkatheter, ohne dass eine offene Operation erforderlich ist“, erläuterte Westphalen. Damit seien diese Ärztinnen und Ärzte ein wichtiger Baustein in der gesundheitlichen Versorgung.

Das Eröffnungswochenende des RöKo

Am 26. und 27. März 2022 startete der Kongress mit ersten digitalen Veranstaltungen, die an diesen beiden Tagen für alle Interessierten frei zugänglich waren. Mit einem Warm-Up und fachlichen Sessions zu den Themen Abdomen und Herzbildgebung begann das Programm am Samstag, 26. März 2022. Anschließend wurde der Eugenie-und-Felix-Wachsmann-Preis 2022 der DRG für besondere Verdienste in der radiologischen Weiterbildung verliehen.

Den Eugenie-und-Felix-Wachsmann-Preis erhielten in diesem Jahr neun Personen. Pandemiebedingt entfiel die Preisverleihung im vergangenen Jahr, sodass die Verleihung 2021/2022 zusammengelegt wurde. Im Folgenden finden Sie eine Auflistung der Preisträgerinnen und Preisträger sowie kurze Infos zu den Personen:

  • PD Dr. Katharina Fischbach, Oberärztin an der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin der Otto-von-Guericke Universität in Magdeburg. Kooptiertes Vorstandsmitglied der Deutschen Röntgengesellschaft und Mitglied der AG Herz- und Gefäßdiagnostik der DRG.
  • Prof. Dr. Rosemarie Forstner, Leitende und 1. Oberärztin am Universitätsinstitut für Radiologie, Uniklinikum Salzburg und kooptiertes Vorstandsmitglied der Deutschen Röntgengesellschaft sowie der Österreichischen Gesellschaft für interventionelle Radiologie ÖGIR.
  • Prof. Dr. Bernhard Gebauer, Stellvertretender Direktor (Campus CVK) an der Charité Universitätsmedizin Berlin und Arbeitsbereichsleiter Interventionsradiologie, Klinik für Radiologie der Charité-Universitätsmedizin Berlin. Vorstandsvorsitzender der AG Onkologische Bildgebung der DRG.
  • Prof. Dr. Lars Grenacher, Vorsitzender der Geschäftsführung und Ärztlicher Direktor der Conradia Radiologie in München. Zuvor Stellvertretender Ärztlicher Direktor und Leitender Oberarzt der Abteilung Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Heidelberg (2009–2015). Vorstandsvorsitzen der AG Gastro- und Abdominaldiagnostik in der DRG.
  • Prof. Dr. Okka Hamer, Leiterin der Kardiopulmonalen Bildgebung (W2-Professur) am Universitätsklinikum Regensburg im Institut für Röntgendiagnostik. Zugleich ist Professorin Hamer Chefärztin der Abteilung für Radiologie in der Lungenfachklinik Donaustauf.
  • PD Dr. Thorsten Persigehl, Leitender Oberarzt, Sektionsleiter MRT am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie der Uniklinik Köln und Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AG Onkologische Bildgebung in der DRG.
  • PD Dr. Sebastian Reinartz, Oberarzt am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Düsseldorf sowie kooptiertes Vorstandsmitglied der AG Herz- und Gefäßdiagnostik in der DRG.
  • Prof. Dr. Kristina Ringe, Oberärztin und Leiterin des Bereichs Computertomografie, Ansprechpartnerin des Teams Abdominelle Radiologie am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie der Medizinischen Hochschule Hannover. Professorin Ringe ist auch Vorstandsmitglied der AG Gastro- und Abdominaldiagnostik in der DRG.
  • Prof. Dr. Andreas Schreyer, Institutsdirektor und Chefarzt Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel. Professor Schreyer ist auch Gründungsmitglied der Kommission Nachhaltigkeit@DRG und Vorstandsmitglied der AG Gastro- und Abdominaldiagnostik in der DRG.

Quelle: idw/DRG

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