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103. Deutscher Röntgenkongress in Präsenz

Motto: „Vielfalt leben – Zukunft gestalten“
lz
Röntgenkongress 2022, Industrieausstellung
Industrieausstellung war gut besucht, auch der DVTA war mit einem Stand vertreten DÄV/L. Zahn
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Vom 25. bis 27. Mai 2022 fand im RheinMain CongressCenter in Wiesbaden der diesjährige Präsenz-RöKo statt. Eine große Rolle hat beim diesjährigen Kongress das Thema Nachhaltigkeit gespielt.

Schon bei der Eröffnung des Kongresses hat Kongresspräsidentin Dr. Kerstin Westphalen, DRK Kliniken Berlin, betont, wie wichtig dieses Thema auch für die Gesundheitsbranche sei. Es gehe dabei aber nicht nur um Emissionen sondern ebenfalls um soziale Komponenten wie z.B. die Kommunikation. Entsprechend stieß der Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Maja Göpel zu „Planetrary Health – Resilienz als Zukunftsformel?“ ins gleiche Horn. Sie machte klar, dass menschliche Gesundheit nicht ohne gesunde Ökosysteme denkbar sei. Es sei deshalb ein Paradigmenwechsel notwendig. Das Vorsorgeprinzip müsse eine größere Rolle spielen. Göpel ist Politökonomin, Transformationsforscherin, Nachhaltigkeitsexpertin und Gesellschaftswissenschaftlerin mit Schwerpunkt auf transdisziplinärem Denken. Seit 2019 hat sie sich zunehmend auf Wissenschaftskommunikation spezialisiert. Maja Göpel ist Honorarprofessorin an der Leuphana Universität Lüneburg.

Einen Überblick über das Thema bot zuvor auch schon die Highlight-Session „Nachhaltigkeit@Medizin - Was soll das?“. Unter anderem ging dabei Umweltmedizinerin Daria Luschkova aus Augsburg (Klimakrise = Gesundheitskrise) auf die Biodiverstitätshypothese ein. Ein Verlust an Biodiversität könne einen Einfluss auf das Mikrobiom haben und somit z.B. Allergien fördern. Die zusätzlichen Gefahren durch die Ausbreitung von Insekten u.ä. in unsere Breiten wurden dargestellt: „Klimawandel gefährdet von Kopf bis Fuß“. Entsprechend ging sie auf das Green Hospital ein, ein Ansatz, um den ökologischen Fußabdruck im Krankenhausbereich zu verringern. PD Dr. med. Christian Schulz (Geschäftsführer von KLUG, Berlin) betonte in seinem Vortrag „Planetary Health - Gesundheitseinrichtungen gegen die Klimakrise" z.B., dass es künftig vermutlich limitierte CO2-Budgets geben werde. Die Leistungsvergütung und die Investitionskosten könnten künftig daran geknüpft werden. Nachhaltigkeitskriterien würden mit in die Vergütungsmodelle aufgenommen. Wichtig sei es, sich zu vernetzen, Best Practice-Beispiele anzuschauen und Experten von außerhalb zuzulassen.

Janine Korduan, Referentin beim BUND, (Gesundheit und Plastik - Vermeidung von Plastikmüll aus Sicht des BUND) ging auf die Gefährdung des Menschen durch z.B. die gesamte Vielfalt an Zusatzstoffen in Kunststoff ein. Der Mensch nehme inzwischen täglich eine Menge Plastik vergleichbar einer Kreditkarte in sich auf. Auch seien Phtalate nach wie vor in Medizinprodukten erlaubt. Hinzu komme, dass oft nicht zwischen infektiösen und nicht infektiösen Abfällen unterschieden werde. Am Ende werde dann alles verbrannt. Es gebe aber positive Beispiele, die Wiederverwendung umsetzten. Sie verwies u.a. auf das Projekt KLIK green. Bundesweit engagierten sich bei diesem Projekt 250 Krankenhäuser und Reha-Kliniken mit über 1.600 Klimaschutzmaßnahmen. Beschäftigte Fachkräfte der Einrichtungen wurden dafür zu Klimamanager/-innen qualifiziert, um konkrete Klimaschutzziele für die Einrichtungen festzulegen, Maßnahmen zu planen und umzusetzen.

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