 11.02.2010 Computertomografie genauer als die MagnetresonanztomografieBei Patienten mit Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit (KHK) schließt die Computertomografie (CT) diese Erkrankung zuverlässiger aus als die Magnetresonanztomografie (MRT). Sowohl die Sensitivität (97%) als auch die Spezifität (87%) der CT waren bezüglich der Erkennung von Einengungen (Stenosen) der Herzkranzgefäße (Koronararterien) relevant höher als die der MRT (87% bzw. 70%).
Außerdem führten CT-Geräte mit mehr als 16 simultanen Detektorzeilen und niedrige Herzfrequenzen der Patienten zu einer signifikant höheren Genauigkeit der CT in der Erkennung der KHK. Das ergab eine an der Charité - Universitätsmedizin Berlin durchgeführte Meta-Analyse unter der Leitung von Privatdozent Dr. Marc Dewey, Institut für Radiologie. Ausgehend von insgesamt 3.804 recherchierten Publikationen in deutscher oder englischer Sprache wurden 109 verwertbare Studien in die Meta-Analyse eingeschlossen. Hierbei wurden in 89 Studien die CT und in 20 Studien die MRT bei insgesamt 7.516 bzw. 989 Patienten durchgeführt und die Ergebnisse mit dem derzeitigen diagnostischen Goldstandard - dem Herzkatheter - verglichen. (idw)
Bild: CT-Bild: Die Abbildungen zeigt eine unauffällige (nicht stenosierte) rechte Koronararterie in einer dreidimensionalen Rekonstruktion in der Computertomografie. (Charité - Radiologie - Dr. Dewey) 
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